München (ABZ). – Bei der Erweiterung der U-Bahnlinie U5 in München vertraut die Firmengruppe Max Bögl auf das Bohrgerät LB 55 von Liebherr. Das Gerät wurde nach Herstellerangaben speziell für großdimensionierte Bohrpfähle konzipiert, wie sie bei dem Infrastrukturprojekt erforderlich sind.
Liebherr übergab seinem langjährigen Kunden das neue LB 55 auf der bauma.
Die Verlängerung der U-Bahnlinie U5 vom Laimer Platz bis Pasing ist für München ein wichtiges Infrastrukturprojekt. Die großen Dimensionen der Pfahlgründungen für drei neue Bahnhöfe, Startschächte und Dichtblöcke machen die Erstellung nach Angaben von Max Bögl sehr herausfordernd. Das Unternehmen setzt das Bohrgerät LB 55 von Liebherr im Kellybohrverfahren ein, um die insgesamt 1400 überschnittenen Ortbetonpfähle mit einem Durchmesser bis 1500 mm und einer Tiefe bis 50 m zu errichten. Mit 550 kNm liefert der Bohrantrieb laut Liebherr das notwendige Drehmoment für den Einsatz.
"Wir haben uns aufgrund der herausragenden Leistung für das LB 55 entschieden. Es ist flexibel einsetzbar und kann schnell auf- und abgebaut werden. Es erleichtert unseren Baustellenalltag erheblich, insbesondere bei Bohrpfählen mit großen Dimensionen. Die neue Maschine ermöglicht es uns, selbst anspruchsvolle Baustellen effizient und zuverlässig umzusetzen", sagt Robert Geitner von der Abteilung Gerätepark Spezialtiefbau bei Max Bögl. Bei der Zusammenarbeit mit Liebherr sei dem Unternehmen auch der Kundendienst wichtig, der Serviceanfragen oder Verbesserungsvorschläge schnell umsetze.
Mit dem LB 55 verbessert Liebherr nach eigenen Angaben die Leistungsdaten gegenüber dem Vorgängermodell LB 44 deutlich. Mit einer optional größeren Bohrachse kann das neue Modell laut Hersteller Pfähle mit einem Durchmesser von 3000 mm bei verrohrten Anwendungen und 4800 mm bei unverrohrten Bohrungen erstellen. Beim Kellybohren sind nach Herstellerangaben jetzt Bohrtiefen bis 120 m möglich – das entspricht einem Plus von 25 m.
Angetrieben wird das größte Bohrgerät der LB-Serie mit einer Motorleistung von 565 kW, was einer Steigerung von 70 kW im Vergleich zum Vorgängermodell entspricht. Mit diesen Leistungsdaten ist das LB 55 laut Liebherr für Anwendungen mit großen Bohrdimensionen geeignet.
Die Firmengruppe Max Bögl verbindet mit Liebherr über Jahrzehnte hinweg eine Partnerschaft, die nach Angaben beider Unternehmen von Zuverlässigkeit, Flexibilität und technischer Entwicklung geprägt ist. Die Umsetzung dieser Werte sei bei herausfordernden Baustelleneinsätzen wie in München besonders wichtig.
Dank der vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in unterschiedlichen Bohrverfahren – mit Kellyausrüstung, Endlosschnecke, Vollverdrängerwerkzeug oder Doppelbohrkopf – und durch sein kompaktes Transportgewicht sowie Assistenzsysteme zur Steigerung der Effizienz erfüllt das LB 55 nach Herstellerangaben hohe Anforderungen an Leistung, Präzision und Nachhaltigkeit.
Die Firmengruppe Liebherr ist ein familiengeführtes Technologieunternehmen mit breit diversifiziertem Produktprogramm. Das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben zu den größten Baumaschinenherstellern der Welt. Es bietet aber auch auf vielen anderen Gebieten Produkte und Dienstleistungen an. Die Firmengruppe umfasst heute über 150 Gesellschaften auf allen Kontinenten. Im Jahr 2024 beschäftigte sie mehr als 50.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete einen konsolidierten Gesamtumsatz von über 14 Milliarden Euro. Gegründet wurde Liebherr von Hans Liebherr im Jahr 1949 im süddeutschen Kirchdorf an der Iller. Seither verfolgen die Mitarbeitenden das Ziel, ihre Kunden mit anspruchsvollen Lösungen zu überzeugen und zum technologischen Fortschritt beizutragen.