Die Firma Huber & Sohn aus Bachmehring lieferte maßgeschneiderte Schalungssysteme für den Bau des Fuß- und Radwegtunnels durch den Georgsberg in Passau. Das Projekt war Teil einer umfassenden Verkehrsneuordnung im Bereich des Ilzdurchbruchs und schaffte eine sichere Verbindung für Radfahrer und Fußgänger zwischen der Passauer Altstadt und der Ilzstadt.
Passau (ABZ). – Der Bau, der von der Wayss & Freytag Ingenieurbau AG im Auftrag der Stadt Passau durchgeführt wurde, erforderte eine komplexe Schalungslösung, die in enger Zusammenarbeit mit der Bauleitung entwickelt wurde.
Die Schalungslösung umfasste einen fahrbareren Schalwagen mit hydraulischer Hubvorrichtung und Seitenverschub. Dieser musste besonders verstärkt werden, um nicht nur den Schließdruck der Innenschale, sondern auch die zusätzlichen Lasten der Portalwand aufnehmen zu können. Die Portalwand hatte eine Stärke von etwa 1 m, eine Länge von 9,5 m, eine Breite von 6,5 m und eine Höhe von 4,25 m.
Der Schalwagen musste zudem in der Lage sein, die gesamte Betonauflast der Wand mit einer Höhe von etwa 7,5 m zu tragen und asymmetrischen Belastungen standzuhalten.
Ein weiteres Highlight des Projekts war die Konterschalung für den Portalbereich mit schräg angeschnittener Stirnabschalung, die als "Visitenkarte" des Tunnels dient. Aufankerbare Stirnabstellungen mit Pfostenkonstruktion ermöglichten eine einfache und schnelle Montage der Regelblöcke.
Spezielle Abstellungen für Fugenbänder und Portalwände wurden ebenfalls entwickelt, um einen nahtlosen Übergang zwischen den verschiedenen Tunnelabschnitten zu gewährleisten. Eine Luftbogenschalung sorgte für die exakte Herstellung der definierten Arbeitsfuge zum Portal ohne aufwendiges Sägen des Luftbogens.
Die Portalwandschalungen wurden versetzfertig für einen schrägen Anschnitt an der Stellschalung an den Anschluss des Luftbogenkranzes angefertigt.
Die Schließschalung hatte eine sichtbare Stirnabschalung und einen Einsatz zur Aussparung der Steinstruktur in einer Stärke von 20 cm. Die Stellschalung hatte im oberen Bereich zusätzlich einen Vouteneinsatz, der den darüberliegenden Fußweg als Gesims abschließen musste.
Durch die enge Abstimmung zwischen der Bauleitung von Wayss & Freytag und dem Team von Huber & Sohn konnte ein reibungsloser Bauablauf mit bedarfsgerechten Lieferungen realisiert werden. Dies war besonders wichtig angesichts des begrenzten Platzes auf der Baustelle.
Die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Huber & Sohn und Wayss & Freytag Ingenieurbau AG bei diesem anspruchsvollen Infrastrukturprojekt unterstreicht die Bedeutung innovativer Schalungstechnik für den modernen Tunnelbau.