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13 Kilometer geprüfte Schutzeinrichtungen

Die Wallstop GmbH errichtete auf 12,5 km der A 49 in Hessen Betonrückhaltesysteme. Diese bieten hohe Sicherheit in Wasserschutzgebieten und geringe Betriebskosten.

Von ABZ
Für Strecke, Brückenbauwerke und Mittelstreifenüberfahrten auf A 49

Treis-Karden (ABZ). – In Hessen stehen die Arbeiten zum Neubau des ca. 30 km langen Abschnittes der Autobahn A 49 derzeit kurz vor dem Abschluss. Zwischen der Anschlussstelle Stadtallendorf-Nord und dem Ohmtal-Dreieck errichtete die Wallstop GmbH & Co. KG aus Treis-Karden auf insgesamt etwas über 12,5 km Länge mehrere Bänder geprüfter Fahrzeugrückhaltesysteme aus Beton.

Der neue Abschnitt der A 49 wurde als ÖPP-Projekt von der Projektgesellschaft A 49 Autobahngesellschaft mbH & Co. KG realisiert. Nach Planung und Bau wird sie sich bis 2050 unter anderem auch um den Erhalt und Betrieb dieses circa 30 km langen Autobahnabschnittes mitsamt den Auf- und Abfahrten kümmern. "Teilstücke der neuen Autobahn verlaufen durch ein Wasserschutzgebiet (Zone II). Vor diesem Hintergrund und mit Blick auf die Bauzeit und den Bauablauf einerseits sowie die Kosten und den Pflegeaufwand über die nächsten 25 Jahre andererseits fiel an vielen Streckenabschnitten bei den Schutzeinrichtungen die Wahl auf Betonschutzwände aus Ortbeton bzw. Fertigteilen", so Dr. Jens Bergholz, Planungskoordinator der A 49 Autobahngesellschaft.

Die Deges als Bauherrin hatte gefordert, dass sämtliche Fahrzeugrückhaltesysteme mitsamt der Übergänge der "Technischen Übersichtsliste (TÜL) für Fahrzeug-Rückhaltesysteme in Deutschland" entsprechen müssen. Wallstop konnte für alle geforderten Bereiche im Mittelstreifen und am Fahrbahnrand jeweils passgenaue, geprüfte Produkte aus Beton anbieten.

Konkret wurden auf 11,5 km Länge im Mittelstreifen und am Fahrbahnrand Ortbeton-Schutzwände vom Typ Linetech LT 205 errichtet. Zusätzlich wurden auf vier Bauwerken insgesamt 1 km Schutzeinrichtungen vom Typ Linetech LT 201 BW hergestellt. Zwei Mittelstreifenüberfahrten – zusammen rund 320 m lang – realisierte Wallstop mit Fertigteilen vom Typ HP180.

Auch die Anbindung an Stahlschutzplanken vom Typ Super Rail Eco beziehungsweise Eco Safe stellte Wallstop mit geprüften Übergangskonstruktionen von Linetech her. Außerdem hat Wallstop sieben Anpralldämpfer an die Betonschutzwände angeschlossen. "Durch unser breites Portfolio an geprüften Schutzeinrichtungen und Übergangskonstruktionen können wir unsere Ortbetonschutzwände mit allen gängigen Stahlschutzplanken und Sonderkonstruktionen sicher und hochwertig verbinden", erläutert Wolfgang Birk, Wallstop-Geschäftsführer.

Die verwendete Schutzeinrichtung LT 205 von Linetech (Aufhaltestufe H2) ist 90 cm hoch und hat das bewährte Step-Profil. Sie kann auf einem von der Fahrbahn unabhängigen Fundament aus Asphalt oder Beton errichtet werden, erklärt das Unternehmen. Beim Neubau der A 49 wurde dazu entlang der Strecke ein 12 cm dicker und 70 cm breiter Asphaltstreifen als Unterlage hergestellt. In dieser Unterlage ist die Schutzwand über eine 10 cm breite und 3 cm tiefe Nut eingespannt, die entsprechend ausgefräst wurde.

Dank der Verankerung auf dem Asphalt-Fundament ist das Schutzniveau – anders als bei gerammten Schutzeinrichtungen – auf der gesamten Länge konstant hoch und eindeutig definiert. Durch die Fixierung im Fundament und der Systembreite von nur 60 cm ist der Wirkungsbereich der Betonschutzwand LT 205 mit W1 äußerst gering. Dadurch ist diese Schutzeinrichtung ideal geeignet für enge Einbauverhältnisse und im Mittelstreifen.

Wegen der ebenen, oberflächennahen Aufstandsfläche werden Fahrzeug-Rückhaltesysteme aus Beton als Schutzeinrichtungen in Wasserschutzgebieten bevorzugt verwendet – so auch entlang der neu gebauten Trasse der A 49. Dadurch wird eine Beschädigung von Abdichtungen durch Rammarbeiten bei der Installation von Stahlschutzplanken vermieden. An der Neubaustrecke wurden zusätzlich die Fugen der Betonschutzwände LT 205 an den Fahrbahnrändern mit Vergussmasse abgedichtet und danach mit Erde hinterfüllt.

Für die Absicherung der Bauwerke hat Wallstop Schutzeinrichtungen vom Typ LT 201 BW hergestellt. Das Profil dieser frei aufgestellten Betonschutzwand entspricht dem der LT 205. Im Unterschied zur Strecke wird die LT 201 BW auf dem Bauwerk mithilfe passender Schubplatten lagegesichert. Die Verbindung zwischen beiden Schutzeinrichtungen errichtete Wallstop mit einem geprüften Übergangselement.

Für die Dilatationen auf den Brückenbauwerken waren wegen der großen Neigung der Brückenkappen Sonderkonstruktionen erforderlich. Wallstop hat gemeinsam mit Linetech entsprechende Lösungen entwickelt, die nun an der A 49 auch auf Bauwerken mit einer Kappenneigung von bis zu 15 % das geforderte Schutzniveau bieten.

Ein großer Pluspunkt der Schutzwände aus Ortbeton ist die schnelle Realisierung, denn dank des Gleitformbaus sind Einbauleistungen von 500 m pro Tag üblich. Darüber hinaus bieten die von Wallstop hergestellten Schutzwände auch bei Wartung und Instandhaltung viele Vorteile. Zum einen schränken die meisten Pkw-Anpralle das Sicherheitsniveau nicht ein und erfordern in der Regel keine Reparaturen. Das entlastet die Autobahnmeistereien erheblich.

Zum anderen ist die Durchbruchsicherheit für Lkw-Anpralle groß. Die Edelstahlbewehrung in den Betonschutzwänden garantiert darüber hinaus eine Dauerhaftigkeit von mindestens 30 Jahren. Das alles führt zu geringen Betriebskosten bei maximaler Wartungsfreundlichkeit.

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