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Als Innovationstreiber in die Zukunft

Nach abgeschlossenem Generationswechsel: Wie Funke Kunststoffe als Innovationsführer in die Zukunft blickt.

Von ABZ
Funke Kunststoffe
Matthias Funke ist Technischer Geschäftsführer bei Funke Kunststoffe. | Foto: Funke Kunststoffe

Christian und Matthias Funke, beide Geschäftsführer von Funke Kunststoffe, sprachen mit ABZ-Chefredakteur Kai-Werner Fajga über den absolvierten Generationswechsel bei dem Hersteller aus Hamm und aktuelle Herausforderungen des Marktes.

ABZ: Meine Herren, seit Anfang des Jahres haben Sie es mit der Verleihung des "Stern Innovationspreis" erneut schwarz auf weiß, dass Ihr Unternehmen zu den Innovationsführern unter den mittelständischen Unternehmen in Deutschland zählt. Was bedeutet Ihnen diese Auszeichnung?

Funke: Wir sind in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge als eines der innovativsten Mittelstandsunternehmen Deutschlands ausgezeichnet worden und konnten unseren Platz in der Spitzengruppe im Vergleich zum Vorjahr sogar noch ausbauen. Insofern bewerten wir den Preis auch als Indiz dafür, dass wir mit unserer unternehmerischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind. Er ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich: Wir wollen auch in Zukunft Innovationstreiber im Tiefbau bleiben und mit richtungsweisenden Produkten eine sichere und langlebige Infrastruktur für alle schaffen – wobei für uns dabei besonders das Thema Nachhaltigkeit im Fokus steht. Für uns sind Nachhaltigkeit, Innovation und Verantwortung drei gleich berechtigte Säulen einer zukunftsfähigen Infrastruktur. Zudem stellen wir fest – zum Beispiel in Bewerbungsgesprächen –, dass der "Stern Innovationspreis" eine hohe Reputation in der öffentlichen Wahrnehmung genießt. Das wiederum zahlt darauf ein, unser Unternehmen als interessanten und zukunftsorientieren Arbeitsplatz zu sehen.

ABZ: Wie kam es zu der Auszeichnung?

Funke: Bei der Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Verbraucherstudien für das Nachrichtenmagazin ging es um die Frage, welche Unternehmen mit ihren Erfindungen Deutschland voranbringen und für Arbeitsplätze sorgen. Wir wurden ausgezeichnet, weil wir über Jahre hinweg innovative, praxisrelevante und patentierte Lösungen im Tiefbau entwickelt haben und damit im stern-Ranking zur Spitzengruppe der deutschen Mittelständler zählen. Das konnten wir natürlich nur mit einem starken und engagierten Team erreichen. Dieses arbeitet kontinuierlich daran, Abläufe auf der Baustelle zu optimieren und für jede Aufgabenstellung der Kunden die passende Antwort zu finden. Im engen Austausch mit Marktakteuren entstehen dabei regelmäßig neue richtungsweisende, Generationen überdauernde Systemlösungen für die Anwendungsbereiche Kanalrohrsysteme, Hausanschlüsse, Grundstücksentwässerung, Schachtsystem, Regenwasserbewirtschaftung und Baumversorgung. Jüngste patentierte Neuentwicklungen von Funke sind beispielsweise der BeWa Ablauf für die passive Bewässerung von Baumstandorten und die Funke Schnellkupplung zur komfortablen Entnahme von Einbauten aus einem Straßenablauf oder Schacht von der Oberfläche aus. Patentanmeldungen wie diese und die Frage, wie oft erteilte Patente in anderen Patenten zitiert werden, bilden die Grundlage für die stern-Studie, bei der alle mittelständischen Unternehmen mit einem Umsatz bis zu einer Milliarde Euro berücksichtigt werden. Die Ergebnisse werden in einen Score-Wert umgerechnet und die Firmen einer von 31 Branchen zugeordnet. In diesem Jahr konnte Funke einen Score von 22 erzielen und schaffte es damit unter die Top zehn Unternehmen im Bereich Metall- und Kunststoffindustrie.

ABZ: In den vergangenen Jahren – beginnend im Jahr 2023 – fand ein Generationswechsel bei Funke statt, der nun abgeschlossen ist. Was waren für Sie die größten Herausforderungen dabei?

Funke: Eine der Herausforderungen bestand sicherlich darin, eine gesetzeskonforme, saubere Übergabe zu schaffen und alle bürokratischen Anforderungen zu meistern. Darüber hinaus haben wir mit der Übergabe der Verantwortung an die nächste Generation im Unternehmen die Basis dafür geschaffen, die Tradition und den Erfolg unseres Familienunternehmens konsequent und zukunftsorientiert fortzuführen. Das Ziel von Matthias und mir ist es, das Unternehmen als Systemanbieter von Produkten aus dem vielseitig einsetzbaren Werkstoff PVC-U auf eine noch breitere Basis zu stellen und das Portfolio für den Kanal- und Rohrleitungsbau weiter auszubauen. Dem Vorbild der Väter folgend werden meine Arbeitsschwerpunkte im kaufmännischen Bereich liegen, während Matthias den technischen Part verantwortet. Hierauf haben wir uns in den letzten Jahren konsequent vorbereitet und unsere bisherigen Aufgaben im Unternehmen waren bereits auf unsere zukünftigen Aufgaben ausgerichtet. Matthias ist seit Jahren im Bereich Technik tätig und hatte zuletzt die Abteilungsleitung inne. Ich durchlief verschiedene kaufmännische Abteilungen im Unternehmen, um mich auf die kommenden Aufgaben vorzubereiten.

ABZ: Wie präsentiert sich Funke Kunststoffe heute im Markt?

Funke: Grundsätzlich führen wir weiter, was unser Großvater als Unternehmensgründer und unsere Väter als seine Nachfolger aufgebaut und geschaffen haben. Wir haben vor dieser Leistung großen Respekt und fühlen uns durchaus der Funke-DNA verbunden. Auf der anderen Seite stehen wir als Nachfolger in einem tradierten Familienunternehmen vor einer komplexen Mischung aus emotionalen, organisatorischen, strategischen und auch kulturellen Herausforderungen. Hierzu zählt sicherlich auch der Mut zu Veränderungen. In unserer Zielvorstellung sind wir uns einig: Mit einer modernen Unternehmensführung und der Pflege einer offenen Kommunikationskultur wollen wir gemeinsam mit dem Funke-Team in Zukunft die anstehenden Herausforderungen lösen. Und hier möchten wir tatsächlich den Team-Gedanken noch einmal explizit hervorheben. Denn unser unternehmerischer Erfolgt beruht auf dem guten Zusammenspiel der vielen Menschen, die in unserem Unternehmen tätig sind.

Darüber hinaus möchten wir stärker als früher in die Öffentlichkeit gehen. Als Unternehmen brauchen wir Öffentlichkeitsarbeit, weil Vertrauen und Sichtbarkeit heute entscheidend sind. Wir möchten dem Markt deutlich machen, wofür Funke Kunststoffe steht. Wir wollen Leistungen und Werte sichtbar machen, um unsere Reputation zu stärken. Das schafft Orientierung, Nähe und Glaubwürdigkeit und trägt dazu bei, dass wir unser Produktportfolio erfolgreich im Markt präsentieren können. Diese Vorgehensweise ist ein wichtiger Baustein für den unternehmerischen Erfolg, denn sie hilft, Fachkräfte zu gewinnen, Kunden zu binden und etwaige Krisen souverän zu meistern. Damit kommen wir unserem Ziel näher, die Marktposition unseres Familienunternehmens als etablierter Anbieter von Kunststoffrohrsystemen im deutschen und europäischen Tiefbaumarkt zu festigen und weiter auszubauen. Hierbei spielt der Begriff der Nachhaltigkeit – und das ist sicher ein Unterschied zu unseren Vorgängern – eine zentrale Rolle.

ABZ: Wie würden Sie die aktuelle Marktsituation in den Bereichen Kanalrohr- und Tiefbau sowie Regenwasserbewirtschaftung beschreiben?

Funke: Durchaus teilweise angespannt, wobei insbesondere der Rückgang im Wohnungsbau die Nachfrage im Kanalbau vor allem bei Erschließungen und Hausanschlüssen dämpft. Bei wohnungsbaunahen Segmenten spüren wir also klare Rückgänge, während sich der kommunal getriebene Kanalbau und auch das Thema Regenwasserbewirtschaftung insgesamt stabil zeigt. Wesentliche Faktoren sind der teilweise hohe Sanierungsbedarf alter Kanalnetze, zunehmende Extremwetterereignisse und regulatorische Anforderungen an Dichtheit, Gewässerschutz und dezentrale Regenwasserbewirtschaftung. Gerade in dem zuletzt genannten Bereich sorgt der Klimawandel für eine hohe Dynamik: Kommunen und Bauherren benötigen leistungsfähige, kompakte und nachweisfähige Systeme zur Rückhaltung, Versickerung und Steuerung. Hersteller punkten vor allem durch Systemkompetenz, Planungsunterstützung, digitale Tools und Nachhaltigkeitsnachweise. Insgesamt entsteht ein Markt, der weniger durch singuläre Insellösungen als durch integrierte, langfristig tragfähige Infrastrukturkonzepte geprägt ist.

ABZ: Welchen Einfluss hat das Vorhaben der Bundesregierung, einen Großteil des beschlossenen Sondervermögens in den Infrastrukturbau zu investieren? Der Rohrleitungsbauverband sieht "historischen Investitionsbedarf". Was bedeutet das für Sie als Hersteller?

Funke: Das Thema Sondervermögen ist derzeit eines der großen politischen Buzzwords. Jeder spricht darüber, und die in Aussicht gestellten rund 500 Milliarden Euro für Infrastruktur und Klimaneutralität haben in der Branche zunächst hohe Erwartungen geweckt. Viele hofften auf einen spürbaren Impuls und darauf, dass sich daraus ein verlässlicher Investitionsschub ergibt. In der Realität nehmen wir als Hersteller von Produkten für den Kanalbau davon bislang jedoch so gut wie nichts wahr. Die angekündigten Projekte befinden sich weitestgehend noch in der Planungs- oder Vorbereitungsphase – von Umsetzung kann vielerorts noch keine Rede sein. Selbst wenn das Geld nun formal freigegeben ist, bleibt völlig offen, ob es tatsächlich in diesem Umfang und in den vorgesehenen Bereichen ankommt. Zwischen dem, was politische Entscheidungsträger im Bundestag formulieren, und dem, was am Ende wirklich passiert, klafft erfahrungsgemäß oft eine deutliche Lücke. Selbst wenn irgendwann Projekte starten sollten, reden wir über Zeitachsen von drei bis vier Jahren und länger. Und selbst dann ist keineswegs sicher, ob diese Vorhaben tatsächlich direkt aus dem Sondervermögen heraus finanziert werden.

Hinzu kommt, dass viele Projekte schon heute nicht vorankommen – nicht wegen fehlender Mittel, sondern weil Fachkräfte in Planungsbüros, Behörden und bei Auftraggebern fehlen. Wichtig wäre etwa eine Vereinfachung der Bauvorschriften, die heute in vielen Bereichen zu hochkomplexen, teuren und kaum noch handhabbaren Prozessen führen. Darüber hinaus müsste sich der Staat deutlich stärker aktiv einbringen, indem er Genehmigungsprozesse beschleunigt, Zuständigkeiten klarer definiert und Kapazitäten in Behörden aufbaut. Erst wenn diese Rahmenbedingungen stimmen, kann das Sondervermögen überhaupt seine Wirkung entfalten und im Markt ankommen. Deshalb konzentrieren wir uns weiter auf das, was wir unmittelbar beeinflussen können – auf unsere Kernkompetenzen und auf die tatsächlichen Herausforderungen des Marktes.

ABZ: Was sind Ihre mittel- und langfristigen Ziele als Hersteller?

Funke: Unsere langfristigen Ziele als Hersteller lassen sich sehr klar zusammenfassen – wir wollen weiterhin als Innovationstreiber und als der Systemanbieter im Markt wahrgenommen werden, der alle Funktionsbereiche des Marktes bedient und Lösungen antizipiert, wo manch anderer Hersteller vielleicht noch gar kein Problem erkannt hat. Gleichzeitig erweitern wir kontinuierlich unsere Fertigungstiefe. Für uns bedeutet das, bestehende Prozesse immer wieder kritisch zu hinterfragen: Welche Technologien gibt es neu? Welche Innovationen sind für uns relevant? Und wie können wir unsere Abläufe verbessern?

Der Grundsatz "Stillstand ist Rückstand" prägt unser Denken dabei sehr deutlich. Aktives Change-Management – insbesondere in einem Umfeld mit steigenden Standortfaktoren, wachsenden Kosten und hoher Bürokratie – ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensentwicklung. Man kann es so zusammenfassen: Unser Ziel ist es, mit Neugier und echter Innovationsbereitschaft auf Entwicklungen im Markt und in der Technologie zu schauen. Wir wollen stets den Überblick behalten, relevante Trends erkennen und das adaptieren, was unser Portfolio sinnvoll erweitert. So entwickeln wir uns kontinuierlich weiter und bleiben ein Unternehmen, das den Markt immer wieder aktiv mitgestaltet und voranbringt.

ABZ: Viele mittelständische Unternehmen bemängeln die hohen Standortkosten in Deutschland und die wachsenden Aufwände für Bürokratie, manche verlagern Kapazitäten ins Ausland. Inwieweit betrifft das Funke?

Funke: Ja, solche Entwicklungen und die damit verbundenen Herausforderungen sind auch Bestandteil unserer strategischen Überlegungen. Dennoch sind wir uns einig, dass wir als tradiertes Familienunternehmen an den Standort Deutschland glauben und wir hier auch unsere Zukunft sehen.

ABZ: Ab Januar 2026 sollen mittelständische Unternehmen mit Einführung eines Industriestrompreises entlastet werden. Spielt das für Funke eine Rolle?

Funke: Für uns als Unternehmen, das sehr energie- und stromintensive Herstellungsprozesse hat, wäre ein Industriestrompreis natürlich ein relevanter Faktor. Entscheidend ist jedoch die Frage, welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um diesen gedeckelten Strompreis überhaupt nutzen zu können. Wir wissen bislang nicht, ob unsere Branche überhaupt auf diesen Fördertopf zugreifen darf – und genau davon hängt ab, ob wir tatsächlich profitieren können. Oft sehen wir bei solchen Modellen leider, dass es Grenzen gibt, die am Ende eher große Konzerne bevorteilen.

Ein milliardenschwerer Industriekonzern fällt dann selbstverständlich darunter, während ein mittelständischer Betrieb mit extrem hohem Energiebedarf – sei es eine Großbäckerei mit 30 Mitarbeitenden oder ein produzierender Betrieb wie unserer – außen vor bleibt. Deshalb müsste das Ziel sein, dass Unternehmen, die nachweislich signifikant hohe Stromkosten haben, unabhängig von ihrer Größe entlastet werden. Denn nur dann erreichen solche Maßnahmen wirklich den Mittelstand, der diese Unterstützung dringend braucht.

ABZ: Seit dem ersten Quartal 2025 werden sämtliche Hausanschlüsse, die das Familienunternehmen verlassen, aus bio-attributed PVC hergestellt. Was ist der Hintergrund für dieses Vorhaben?

Funke: Als Innovationstreiber im Tiefbau liegt es in unserer Verantwortung, auch die Klimabilanz zu verbessern. Das beginnt bei der Beschaffung der Rohstoffe, geht über die Produktion unserer Produkte und reicht bis hin zum Vertrieb und dem Service. Mit einer von Nachhaltigkeitsaspekten geprägten Einstellung beim Einsatz von Rohstoffen und Rezyklaten sowie der steten Weiterentwicklung von Produktionsprozessen wurde der CO2-Fußabdruck des Unternehmens in den letzten Jahren bereits deutlich gesenkt. Im Bereich der Kanalrohre gehen wir konsequent die nächsten logischen Schritte. Neben dem etablierten HS-Kanalrohrsystem bieten wir umweltbewussten Kunden mit Funke Pipe2Pipe und Funke Plant2Pipe zwei klimafreundliche Produktreihen an. Um dieser Vorreiterrolle gerecht zu werden, fertigen wir seit Anfang 2025 alle PVC-U-Bestandteile ihrer Hausanschlüsse aus 100 Prozent bio-attributed PVC-U. Je nach Produkt sinken die CO2-Emissionen um bis zu 70 Prozent, bei unverändert hoher Qualität.

ABZ: Funke will nachhaltige Kanalbaumaßnahmen aktiv vorantreiben, wie soll das geschehen?

Funke: Nachhaltiger Kanalbau beginnt nicht erst auf der Baustelle, sondern beim Hersteller. Wir können viel bewirken, indem wir ressourcenschonend produzieren, langlebige und recyclingfähige Systeme entwickeln und digitale Lösungen einsetzen, die den gesamten Lebenszyklus effizienter machen. Entscheidend ist aber auch, dass wir Kommunen und Tiefbaupartner aktiv begleiten – nur gemeinsam können wir den Kanalbau wirkungsvoll in Richtung Nachhaltigkeit entwickeln. Durch den gezielten Einsatz von Rezyklaten, ressourcenschonende Fertigungsprozesse und kontinuierliche Effizienzsteigerungen konnte der CO2-Fußabdruck am Standort Hamm von 2015 bis 2023 deutlich reduziert werden. Mit der Einführung nachhaltiger Rohrsysteme und Formteile setzen wir dabei durchaus neue Maßstäbe im modernen Tiefbau. Zu nennen ist hier die neue Rohrgenerationen mit Funke Pipe2Pipe und Funke Plant2Pipe oder unsere neuen Hausanschlüsse, bei denen PVC-U-Bestandteile nun aus 100 Prozent bio-attributed PVC-U gefertigt werden.

ABZ: Fachkräftemangel – ein Problem bei Funke?

Funke: Der Fachkräftemangel ist auch für uns eine Herausforderung, mit der wir umgehen müssen. Unser Ansatz ist deshalb ganz klar: Wir investieren bewusst in die eigene Ausbildung. Wir schaffen es seit vielen Jahren, kontinuierlich Auszubildende zu gewinnen und haben eine außergewöhnlich hohe Übernahmequote – vom Elektriker über den Verfahrensmechaniker bis hin zu kaufmännischen Berufen. Wir bilden aus, um Menschen langfristig zu halten und ihnen eine Perspektive im Unternehmen zu geben. Bei technischen Fach- und Führungskräften, also in den etwas höher qualifizierten Bereichen, ist die Lage eine andere. Grundsätzlich haben wir in Deutschland ein sehr gutes Ausbildungs- und Hochschulsystem, das qualifizierte Leute hervorbringt.

Die Herausforderung ist eher, dass es manchmal länger dauert, bis man die passende Person findet – auch weil wir sehr spezielle Anforderungen haben. Aber grundsätzlich ist der Markt hier nicht das Problem. Was sich im Vergleich zu früher geändert hat: Qualifizierte Fachkräfte und technische Führungskräfte wissen heute genau, was sie wert sind. Gute Leute bekommt man – aber man muss sie auch gut bezahlen. Das ist die Realität, an die sich Unternehmen anpassen müssen.

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