Erfurt (dpa). – Die Thüringer Landesregierung will die Wohnungs- und Obdachlosigkeit im Freistaat bis zum Jahr 2030 überwinden.
Dafür solle eine entsprechende Landesstrategie umgesetzt werden, teilte das Sozialministerium mit, das dem Kabinett eine Vorlage dazu unterbreitete. Laut Sozialministerin Katharina Schenk (SPD) gab es nach offiziellen Statistiken Ende vergangenen Jahres rund 3145 Wohnungslose in Thüringen. Um die Wohnungs- und Obdachlosigkeit bis zum Jahr 2030 zu überwinden, sei ein vernetztes, abgestimmtes und gemeinsames Engagement aller beteiligten Institutionen und staatlichen Ebenen nötig.
Dazu zählten neben Bund, Ländern und Kommunen auch die Wohnungswirtschaft sowie Einrichtungen und Dienste der Wohnungsnotfallhilfe sowie die Interessenvertretungen der Wohnungslosen. Wohnungslosigkeit als Stigma überwinden. Neben sozialpädagogischen Ansätzen und Präventionskonzepten gehe es auch um den sozialen Wohnungsbau und die Bereitstellung entsprechender Unterkünfte durch die Kommunen, heißt es seitens der Sozialministerin Katharina Schenk.