München (ABZ). – Die deutschen Seehäfen sind ein wesentlicher Bestandteil der maritimen Wirtschaft und tragen erheblich zur Wertschöpfung und Beschäftigung bei. Die notwendige Modernisierung und der Ausbau der Hafeninfrastruktur werden nach eigenen Angaben von dem Baukonzern Porr aktiv vorangetrieben.
Ein herausragendes Beispiel hierfür sei das Projekt am Berliner Westhafen. Bis 2026 erweitere die Berliner Hafen- und Lagerhausgesellschaft BEHALA das Containerterminal. Porr habe sich den anspruchsvollen Auftrag gesichert.
Der Berliner Westhafen ist das einzige trimodale Güterverteilzentrum in der Hauptstadt. Es verbindet also die Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasser. Um auf steigende Bedarfe vorbereitet zu sein, will der Betreiber die Lagerkapazität um rund 15.000 m² erhöhen und Platz für 1200 zusätzliche 20-Fuß-Standardcontainer schaffen. Außerdem soll ein neuer Portalkran mit Schiffsumschlag sowie Gleisanlagen für bis zu 740 m lange Ganzzüge errichtet werden. Die neue Containerfläche werde mit einer 50 cm starken Stahlbetonplatte umgesetzt. Zudem stellt Porr Verkehrswegebau drei Rangiergleise, eine neue Terminalzufahrt für Lkw sowie zwei Kranbahnen für den neuen Portalkran her, wie der Baukonzern mitteilt.
Auch am Bau einer neuen Bahnumschlaganlage für das Eurogate Container Terminal in Bremerhaven ist Porr nach eigenen Angaben beteiligt. Die Anlage soll sechs Gleise und vier Portalkrane umfassen, die Kapazitäten des Hafens erheblich steigern und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sichern. Seit März 2024 ist der Porr-Verkehrswegebau Teil des Projekts, das in diesem Jahr abgeschlossen werden soll. Das Unternehmen übernimmt die Asphaltarbeiten für die Flächen, informiert Porr. Bereits 38.000 m² Asphaltflächen, einschließlich der darunterliegenden Tragschichten und Entwässerungsanlagen, seien rückgebaut und der Anschluss neuer Entwässerungs- und Versorgungsanlagen installiert worden. Zuletzt hätten sich die Arbeiten auf den größten Bauabschnitt mit einer Fläche von rund 25.000 m² konzentriert.