Berlin (dpa). – Die Grünen im Bundestag machen sich für eine Deckelung der Maklerprovision beim Erwerb von Immobilien von 2 % inkl. Mehrwertsteuer stark. Außerdem soll das Bestellerprinzip gelten, also der Verkäufer die Kosten tragen. Deutschland habe die höchste Maklerprovision in Europa, sagte der Grünen-Abgeordnete Chris Kühn vor Kurzem bei der Beratung der Pläne im deutschen Bundestag. Die Linken fordern, dass die Mieten bei bestehenden Immobilien nur in Höhe des Inflationsausgleichs klettern dürfen, solange sich der Wohnwert nicht verbessert. "Wohnraum ist zum Wohnen da und nicht zum Spekulieren", sagte Nicole Gohlke von der Linken. Redner von Union und FDP verwiesen außerdem auf die wichtige Rolle privater Vermieter, die kein reines Profitinteresse verfolgten. Die SPD erklärte, die Menschen dürften keinen zu großen Teil ihres Einkommens für ihre Miete ausgeben und lobte die positiven Ergebnisse des Wohngipfels der Regierung. Udo Hemmelgarn von der AfD führte die Wohnungsnot u. a. auf den Zuzug von Asylsuchenden zurück und erklärte: "Die Wohnraummisere war vermeidbar." Die Vorschläge von Grünen und Linken werden nun in den verschiedenen Ausschüssen beraten.
dpa
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