Berlin (ABZ). – Fairplay auf dem Bau: Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hat eine Charta für faire Bedingungen im Umgang zwischen Generalunternehmern und Nachunternehmern verabschiedet, das teilte der Verband nun mit.
Die Initiative markiere einen bedeutenden Schritt hin zu einer gerechteren und transparenteren Arbeitsbeziehung innerhalb der Baubranche.
Die Charta, die laut Verband von führenden Vertretern des HDB und hochrangigen Branchenexperten ausgearbeitet wurde, umfasst zehn Grundsätze und Leitlinien, die darauf abzielen, gute Beziehungen zwischen Generalunternehmern und Nachunternehmern im Hochbau auf eine verlässliche Grundlage zu stellen. Fairness, Transparenz und Respekt in sämtlichen Phasen der Zusammenarbeit sollen dazu beitragen, das Vertrauen und die Zusammenarbeit zwischen Generalunternehmern und Nachunternehmern zu stärken. Das war nicht immer so. Jahrzehntelang gehörte in der Branche der Gang zum Gericht zum Tagesgeschäft.
"Die Verabschiedung dieser Charta ist ein Meilenstein für die Bauindustrie", so HDB-Vizepräsident Matthias Jacob. "Denn die Herausforderungen des Bauens können nur partnerschaftlich gelöst werden. Dabei geht es im Kern nicht um Verträge, sondern um eine Haltung." Bereits seit vielen Jahren setzte sich der HDB für einen Kulturwandel am Bau ein. "Bislang haben wir vor allem für einen partnerschaftlichen Umgang im Verhältnis zu unseren öffentlichen Auftraggebern gekämpft", erklärt HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller. "Es ist konsequent, dies auf die Zusammenarbeit mit der gesamten Wertschöpfungskette auszuweiten. Partnerschaft muss auf allen Ebenen gelebt werden."
Die Charta werde allen Mitgliedern des Bauindustrieverbands zur Umsetzung empfohlen, um eine branchenweite Kultur der Fairness und Zusammenarbeit zu fördern.
Der Verband lädt nun auch weitere Organisationen in der Bauwirtschaft dazu ein, sich dieser Initiative des HDB anzuschließen und gemeinsam für eine positive Veränderung in der Branche zu arbeiten.