Berlin (ABZ).– Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie moniert am jüngst vorgelegten Monitoringbericht des Bundesfinanzministeriums zum Sondervermögen, dass die Mittel zu langsam abfließen.
Berlin (ABZ).– „Das Ergebnis des Monitorings zum Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität ist einerseits ernüchternd, da anstelle der geplanten 37,2 Milliarden Euro für Investitionen 2025 nur 24 Milliarden Euro abgeflossen sind. Andererseits besteht dadurch nun die Chance, die nicht verbrauchten Mittel dafür einzusetzen, die Investitionen in Deutschlands Infrastruktur in den kommenden Jahren zu stabilisieren“, kommentiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), den jüngst vorgelegten Monitoringbericht des Bundesfinanzministeriums.
„So könnten die heute in den Eckwerten für den Bundeshaushalt 2027 geplanten rückläufigen Investitionen aufgefangen und in einen positiven Aufwuchs umgewandelt werden“, erläutert Müller.
Das wäre nicht nur ein positives Signal für die Bauunternehmen, die etwa im Bereich des Straßenbaus in den ersten drei Monaten ein Umsatzminus von 4,2 Prozent verzeichnen müssten. Es wäre auch ein wichtiges Bekenntnis der Bundesregierung, an dem von ihr eingeschlagenen Weg, den Industriestandort Deutschland nach vorn bringen zu wollen, festzuhalten. Müller weiter: „Die dafür nötigen Baukapazitäten sind vorhanden und die Bauindustrie steht bereit, die Investitionen umzusetzen.“
Das Monitoring zeigt auch, dass die verfügbaren Mittel nicht das Problem seien, sondern die Herausforderung bestehe in der schnellen Umsetzung. „Auch der bisherige Stand der erreichten Meilensteine 2026 zeigt, dass noch Luft nach oben ist. Ein gutes Zeichen ist aber, dass laut Vorabauswertung des KfW-Kommunalpanels ein Fünftel der Kommunen mit höheren Investitionen aufgrund des Sondervermögens rechnet“, führt Müller aus. Fast die Hälfte aller Kommunen beabsichtigten die Mittel in Straßen und Schulinfrastruktur zu investieren.