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"Wir nehmen die Bundesregierung beim Wort"

Von ABZ

Berlin (ABZ). – "Die Bauindustrie baut das Fundament unseres Wohlstands. Völlig zurecht wird im Jahreswirtschaftsbericht von Bundeswirtschaftsminister Habeck die volkswirtschaftliche Relevanz der Baubranche betont", sagt Peter Hübner, Präsident im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) zum unlängst vorgestellten Jahreswirtschaftsbericht.

Die öffentliche Verkehrs- und Energieinfrastruktur sei zentral für die Produktivität der deutschen Wirtschaft und die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger. "Nur durch die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum kann die Lebensqualität in unserem Land als wichtige Standort- und Wachstumsvoraussetzung erhöht werden", erklärt der Präsident. Was allerdings passiere, wenn Bauleistungen – vor allem im Wohnungsbau – zurückgingen, zeige sich leider in der enormen negativen Auswirkung der schwachen Baukonjunktur auf die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts. Dabei sei der Bedarf an Bauleistungen "in allen Bereichen unserer Infrastruktur gigantisch".

Hübner weiter: "Wir nehmen die Bundesregierung deshalb beim Wort, dass Investitionen in die öffentliche Infrastruktur sowie Anreize für private Investitionen Priorität haben müssen." Im Wohnungsbau sowie in der Verkehrsinfrastruktur sei die Bundesregierung zwar dabei, den Investitionshebel umzulegen, aber, so Hübner: "Damit unsere Branche mit rund einer Million Beschäftigten und einem BIP-Anteil von über zehn Prozent aber wieder zur Konjunkturlokomotive werden kann, muss die Politik für eine verlässliche Investitionsperspektive in den kommenden Jahren sorgen und die Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen durch strukturelle Veränderungen bei Planungs- und Genehmigungsverfahren, im Vergaberecht oder für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft flankieren."

Eine konsequente Digitalisierung von Planungs- und Bauprozessen gehöre ebenso dazu wie der Mut, mit innovativen Ansätzen klimaverträgliches Bauen zu fördern. "Unsere Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch", ergänzt der Präsident, das Wort der Stunde laute "Machen" statt "Zweifeln".

Nur wer vorangehe und Veränderungen gutheiße, "kann auch Zukunft". "Die Bauunternehmen stehen für diese Zukunft", sagte Hübner.

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