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8500 Auszubildende für Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik

Andrea Schulte-Täumer vom Dachdecker Verband NRW betont die Wichtigkeit der fachgerechten Ausführung im Dachdeckerhandwerk. Die Vielfalt und Zukunftssicherheit der Branche locken fast 8500 Auszubildende bundesweit an.

Von ABZ
Hochmotivierte Auszubildende
Auch der Erhalt und die Wiederherstellung denkmalgeschützter Gebäude gehört zum Dachdeckerhandwerk. Wie bei jedem anderen Dach geht es dabei um Unikate. | Foto: Dachdecker- und Zimmerer-Innung Köln

Köln (ABZ). – Planung ist nicht alles. "Ein Dach kann noch so gut geplant sein: Dicht wird das Dach erst, wenn es fach-gerecht ausgeführt wird." Auf diese einfache Formel bringt Andrea Schulte-Täumer vom Dachdecker Verband Nordrhein die Notwendigkeit, in ihrem Gewerk auszubilden. Und damit steht sie offensichtlich nicht allein.

Denn dieser Meinung sind wohl auch die fast 8500 Auszubildenden im Fachgewerk für die Dach-, Wand- und Abdichtungstechnik, die in allen drei Ausbildungsjahren bundesweit auf einen nach Verbandsangaben der vielseitigsten Handwerksberufe vorbereitet werden.

Gerade die Vielseitigkeit dürfte einer der Hauptgründe für die Entscheidung für das Dachdeckerhandwerk sein.

Die Be- und Verarbeitung von Holz, Metall, Kunststoffen, keramischen Baustoffen, Beton sind Inhalt der Ausbildung.

"Energietechnik an Dach und Wand"

Zudem ist die Ausübung des Dachdeckerhandwerks keine Fließbandarbeit, denn jedes Dach ist ein Unikat, das über Jahrzehnte sichtbar das Gebäude schützt. "Zunehmend erhalten Dächer zu ihrer ureigensten Schutzfunktion eine Nutzfunktion, was unser Gewerk noch interessanter für eine verantwortungsbewusste Generation macht", betont Andrea Schulte-Täumer. So gehört zur Ausbildung im Dachdeckerhandwerk schon seit Jahren das Modul "Energietechnik an Dach und Wand", das sich schwerpunktmäßig mit der Montage und Nutzung von Solaranlagen befasst.

Gerade in diesem Bereich kann das Dachdeckerhandwerk von seiner jahrzehntelangen Erfahrung bei der Montage von Solaranlagen profitieren, heißt es von Verbandsseite.

Rund jeder zweite Dachdecker-Innungsbetrieb in Deutschland hat zudem ein entsprechendes Weiterbildungsangebot im Bereich PV-Anlagen absolviert.

Hinzu kommt der Bereich der energetischen Optimierung der gesamten Gebäudehülle, die ebenso zur Ausbildung im Dachdeckerhandwerks gehört, heißt es weiter.

Kriterium für die Berufswahl

Zwar sei die oft zitierte "Klimarettung" – im Dachdeckerhandwerk auch durch Gründächer, begrünte Fassaden und fachgerecht geplanten und ausgeführten Wärmeschutz – ein erfreulicher Nebeneffekt bei der Ausübung des Dachdeckerhandwerks, jedoch ganz sicher nicht das entscheidende Kriterium für die Berufswahl.

Dabei stehe sicher die Vielfalt des Handwerks und besonders die Zukunftssicherheit im Vordergrund.

"Die Schaffung, der Erhalt und die Wiederherstellung von Wohn- und Gewerberaum sind Grundvoraussetzungen für eine funktionierende Wirtschaft eines jeden Landes", führt Andrea Schulte-Täumer weiter aus.

Insofern werden dem Dachdeckerhandwerk die Aufträge absehbar wohl kaum ausgehen, so der Verband.

Das ist eine sichere Berufsperspektive für die angehenden Dachdeckerinnen (die gegenüber 2023 um 32 % zugelegt haben) und Dachdecker, von der so manche Studierenden nur träumen können. Ein weiterer nicht zu unterschätzender Aspekt bei der Berufswahl zum Dachdeckerhandwerk ist nach Andrea Schulte-Täumers Ansicht auch die Chance auf eine gute Integration: "Die durchschnittliche Betriebsgröße im deutschen Dachdeckerhandwerk liegt bei 5,5 Mitarbeitern – die enge Zusammenarbeit in kleinen Teams ist also Alltag bei uns."

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