Leuterod (ABZ). – Die Untersuchung und Instandhaltung von Dachkonstruktionen historischer Gebäude erfordert nicht nur fachliche Expertise, sondern auch den Einsatz spezialisierter Höhenzugangstechnik.
So geschehen auch in der St. Josef Kirche in Leuterod, wo die Tragfähigkeit der Leimbinder-Dachkonstruktion geprüft wurde. Um mögliche Festigkeitsverluste des Holzleims zu analysieren, mussten gezielte Deckenöffnungen vorgenommen und Materialproben entnommen werden.
Für diese Arbeiten kam eine Raupenarbeitsbühne des Typs RAB 130 GT B/E von Beyer-Mietservice zum Einsatz. Dank ihrer kompakten Bauweise und der emissionsfreien Antriebsalternative erwies sie sich als ideal für dieses anspruchsvolle Projekt. Dies gab Beyer jüngst bekannt.
Allgemein gilt für die Vermieter von Arbeitsbühnen: Kirchen und andere denkmalgeschützte Bauwerke stellen besondere Anforderungen an eingesetzte Maschinen: empfindliche Bodenbeläge, Treppenabsätze, schmale Zuwegungen und beengte Arbeitsbereiche gilt es zu berücksichtigen.
Die Raupenarbeitsbühne RAB 130 GT B/E konnte mit der geringen Breite von nur 0,78 m den schmalen Mittelgang des Gotteshauses durchqueren, ohne dass das schwere Kirchengestühl bewegt werden musste. Mit einem Eigengewicht von circa 1400 kg sowie non-marking Gummiketten wurde das Risiko von Druckstellen, Kratzern oder Abriebspuren auf den empfindlichen Fliesen minimiert, so das Unternehmen.
Die automatische Abstützung gewährleiste eine stabile Positionierung zwischen Treppenkanten und Kirchenbänken und sorge gleichzeitig für eine zusätzliche Punktlastreduzierung durch die großflächige Verteilung des Gerätegewichts, heißt es von Beyer.
Mit einer maximalen Arbeitshöhe von 12,75 m, einer seitlichen Reichweite von 6,05 m und einem 360°-Drehkranz bot der Raupensteiger eine flexible Erreichbarkeit der Kirchendecke. Der Arbeitskorb mit einer Tragkraft von bis zu 200 kg hielt ausreichend Platz für die Fachkräfte und deren Werkzeuge bereit.
Für die Probenentnahme wurde unter anderem ein Kernbohrer eingesetzt. Nach dem Entfernen der Verkleidung, des Vlieses und der Mineralwolle an der Kirchendecke konnte eine Bohrkernentnahme direkt aus der Leimfuge durchgeführt und ein Messgerät zur Langzeitmessung der Holzfeuchte platziert werden.
Die gewonnenen Daten lieferten wichtige Erkenntnisse zur Tragfähigkeit der Dachkonstruktion und bildeten die Basis für potenzielle Sanierungsmaßnahmen. Durch die hohe Flexibilität und die speziellen Konstruktionsmerkmale der Raupenbühne des Vermieters konnten sämtliche Arbeiten ohne Eingriffe in die Kirchenstruktur durchgeführt werden.
Ob für Arbeiten in Kirchen, Museen, Lichthöfen oder Industriehallen – Raupenarbeitsbühnen bieten sich für eine Vielzahl von Einsätzen im Innen- und Außenbereich an. Ihre kompakte Bauweise, hohe Wendigkeit und Hybrid-Antriebe machen sie besonders geeignet für Arbeiten in sensiblen und schwer zugänglichen Bereichen. Sie bewältigen sowohl empfindliche Bodenbeläge als auch unwegsames Gelände.
Mit Hilfe solch innovativer Mietlösungen werden Bau- und Instandhaltungsprojekte effizient und sicher umgesetzt, wo andere Zugangstechnik an ihre Grenzen kommt.