Berlin (dpa). – Die Holzwerkstoffindustrie unterstützt Antwerpener Erklärung für einen europäischen "Industrial Deal", teilte der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e. V. (VHI) jüngst mit.
"Wir brauchen einen Industrial Deal. Um Arbeitskräfte und Wirtschaftskraft in Deutschland, in Europa, halten zu können. Und um den Green Deal verwirklichen zu können", erklärt die Geschäftsführerin des Verbandes der Deutschen Holzwerkstoffindustrie, Anemon Strohmeyer, anlässlich der Unterzeichnung der Antwerpener Erklärung für einen europäischen "Industrial Deal".
Die deutsche Holzwerkstoffindustrie sei wie viele andere energieintensive Industriezweige von zunehmend nicht mehr wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen und steigenden regulatorischen Belastungen herausgefordert und dies zeitgleich zu einem massiven Konjunktureinbruch. Große Herausforderungen bestehen demnach für die Unternehmen insbesondere in der Rohstoffversorgung, nicht wettbewerbsfähigen Energiepreisen und zu hohen bürokratischen Anforderungen, die keinen (auch keinen ökologischen) Mehrwert böten.
"Die Antwerpener Erklärung fordert daher zu recht eine europäische Industriestrategie und zeigt den Handlungsbedarf auf", sagt Strohmeyer. Am 20. Februar 2024 wurde im Rahmen eines Europäischen Industriegipfels in Antwerpen von über 70 Unternehmen aus rund 20 energieintensiven Branchen eine Erklärung für einen "Industrial Deal" verabschiedet. Darin werden die Regierungen der Mitgliedstaaten der EU, die EU-Kommission und das Europäische Parlament aufgefordert, die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Europa zu stärken.
Die Erklärung beinhaltet zehn Maßnahmen, unter anderem die Sicherung der Rohstoffversorgung, Gewährleistung global wettbewerbsfähiger Energiepreise sowie den Abbau widersprüchlicher Regulierungen.