München (dpa). – Das ifo-Institut hat seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland im laufenden Jahr von 0,2 auf 0,4 Prozent angehoben.
Die Kaufkraft der privaten Haushalte steige, der Export dürfte anziehen: "Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich langsam aus der Krise", sagte ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser jüngst in Berlin.
Aber die Bundesregierung habe keinen klaren wirtschaftspolitischen Kurs. ifo-Präsident Clemens Fuest sagte, bei der Konjunktur gebe es "ein bisschen Aufhellung, aber die strukturellen Probleme sind ungelöst".
Die Investitionen in Deutschland seien rückläufig, weil stabile Rahmenbedingungen fehlten. Mit neuen Bürokratielasten und überflüssiger Regulierung wie zum Beispiel dem Energieeffizienzgesetz richte die Wirtschaftspolitik sogar Schaden an.
Debatten über eine Mietpreisbremse und energetische Vorgaben schreckten Investoren im Wohnungsbau ab, so der Präsident.