Föhren (ABZ). – Für den neuen Mitarbeiterparkplatz am DPD-Depot im Industriepark Region Trier in Föhren kam eine besondere Bauweise zum Einsatz. Statt konventionell eingebauter Bordsteine wurden Flachbordsteine mit einer speziellen Klebetechnik auf die Asphaltdecke aufgebracht.
Das DPD-Depot in Föhren wurde im Dezember 2011 eröffnet, nachdem der Paket- und Expressdienstleister vom vorherigen Standort in Sehlem umgezogen war. Aufgrund kontinuierlich steigender Mitarbeiterzahlen entschieden sich die Verantwortlichen für den Bau eines neuen Mitarbeiterparkplatzes nördlich des Depots.
Die Franz Lehnen GmbH & Co. KG aus Sehlem, die den Parkplatz mit 120 Pkw-Stellplätzen errichtete, setzte dabei auf Flachbordsteine FB 20 x 20 und das Klebetechnikverfahren des Betonsteinherstellers Hermann Meudt aus Wallmerod.
Sämtliche Bordsteine, die als Randbegrenzungen verbaut wurden, waren zuvor werkseitig auf die gewünschte Höhe von 8 cm geschnitten worden.
"Mit der Bordsteinklebetechnik haben wir in der Vergangenheit schon bei zahlreichen anderen Maßnahmen sehr gute Erfahrung gesammelt", erklärt Markus Meerfeld, Geschäftsführer des Bauunternehmens Franz Lehnen.
"So haben wir zum Beispiel vor über 10 Jahren einige Verkehrsinseln auf vielbefahrenen Straßen mit den Klebebordsteinen vom Betonwerk Hermann Meudt hergestellt, die bis heute noch keinerlei Abnutzungserscheinungen zeigen."
Auf dem neuen DPD-Parkplatz konnte der Asphalt laut Meerfeld 10 cm überbauen und in konstanter Qualität bis außen hergestellt werden.
Ein aufwändiges Anarbeiten, wie es bei normalen Randeinfassungen üblich ist, war nicht erforderlich. Auch Geometrien und Radien ließen sich mit den aufgeklebten Bordsteinen einfach herstellen.
"Im Vergleich zur konventionellen Bauweise erfolgte der gesamte Einbau deutlich sauberer und effizienter", so Meerfeld.
"Der Asphalt wird ohne hindernde Randeinfassungen eingebaut, wodurch sich Radien und Engstellen besser und qualitativ hochwertiger herstellen lassen. Zudem besteht während des Einbaus keine Gefahr für Beschädigungen an den Randsteinen, da diese später auf die fertige Fläche geklebt werden."
Auf handgeführte Verdichtungsgeräte wie Rüttelplatten oder Stampfer, die beim normalen Anarbeiten bei Randeinfassungen verwendet werden, konnte verzichtet werden. Dies ermöglichte nach Angaben des Bauunternehmers eine qualitativ hochwertige Ausführung und beschleunigte den Bauprozess.