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Sorge um Berliner Mietpreisdeckel

Von dpa

Frankfurt/Berlin (dpa). – Die Pläne für den sogenannten "Mietendeckel" in Berlin lassen die Aktienkurse von Immobilienkonzernen absacken. Die Sorge vor einem Verbot von Mietsteigerungen in der Hauptstadt hatte kurz vor Bekanntwerden der Pläne bereits einen Kursrutsch ausgelöst, der nun vor allem bei Unternehmen mit starkem Fokus auf Berliner Wohnungen weiter ging. Allen voran sackten Deutsche Wohnen nach einer skeptischen Analystenstimme nochmals um knapp 7 % ab auf den tiefsten Wert seit März 2018.

Der Konzern ist mit 112 000 Wohnungen der größte private Vermieter in Berlin und hatte seinen Aktionären erst vor wenigen Wochen höhere Gewinne durch steigende Mieten vorausgesagt. Im vergangenen Jahr war der Gewinn auf1,9 Mrd. Euro gewachsen. Auch andere Immobilienwerte standen am Freitag der vergangenen Woche an der Börse unter Druck. Vonovia, Grand City, Aroundtown, LEG, Ado Properties und Adler Real Estate dominierten in ihren jeweiligen Indizes mit Verlusten die kurze Liste der Verlierer.

Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) will die Mieten für frei finanzierte Wohnungen in der Hauptstadt 2020 für fünf Jahre einfrieren. Eckpunkte für ein entsprechendes Landesgesetz sollen am 18. Juni im Senat beraten und voraussichtlich auch beschlossen werden. Danach ist zudem vorgesehen, überhöhte Mieten auf Antrag zu senken. Immobilienverbände kritisierten das Vorhaben umgehend. Der Verband Haus und Grund warnte, dass die Eigentümer nicht mehr in Häuser investierten, etwa in Aufzüge und Wärmedämmung. Karsten Oblinger, Analyst der DZ Bank, hält einen Vorschlag in modifizierter Form durchaus für mehrheitsfähig. Dies könnte aber einen längeren Rechtsstreit nach sich ziehen.

dpa

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