Das Zeppelin Rental stellte vor Kurzem die Baumaschinen für ein Instandsetzungsprojekt am Düsseldorfer Flughafen.
Düsseldorf (ABZ). – Auf dem Gelände des Düsseldorf Airport laufen seit mehreren Monaten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Das Projekt stellt hohe technische Anforderungen und wird bei laufendem Flugbetrieb durchgeführt. Verantwortlich für die Betonarbeiten ist das Bauunternehmen Bickhardt Bau SE, das kürzlich die Erneuerung des Rollwegs P4 im nordwestlichen Vorfeldbereich fertigstellte. Unterstützt wurde das Vorhaben durch Maschinen und Geräte von Zeppelin Rental. Die eingesetzte Technik stammt aus dem ecoRent-Programm und erfüllt höchste Anforderungen an Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit, sagt das Vermietunternehmen.
Nach dem ersten Bauabschnitt, bei dem bereits die Betonflächen am Flugsteig B ausgetauscht wurden, begann die Sanierung des zweiten Abschnitts mit rund 24.000 m² Fläche. Neben der Betonage wurden auch Entwässerungsanlagen und Kabeltrassen erneuert.
Reibungslose Abläufe
"Bei Projekten in Sicherheitsbereichen wie einem Flughafen zählen Zuverlässigkeit und reibungslose Abläufe – sowohl personell als auch technisch", sagt Kaan Akkaya, Senior Vertriebsrepräsentant bei Zeppelin Rental. "Dank unseres bundesweiten Stationsnetzes konnten wir schnell reagieren – den CAT 950 M haben wir innerhalb von 24 Stunden bereitgestellt."
Der Radlader CAT 950 M wurde nach Angaben von Zeppelin Rental eingesetzt, um die Gesteinskörnung, die für die Betonherstellung bereitgehalten wurde, zur Mischanlage zu transportieren. Ein weiterer Radlader vom Typ CAT 906 M übernahm den innerbetrieblichen Materialtransport.
Außerdem wurden Walzen über die hydraulischen Anschlüsse des Radladers betrieben, um den frischen Beton zu glätten. Einen Mobilbagger CAT 322 verwendete Bickhardt Bau zum partiellen Abbruch des Altbetons.
Die vielseitigen Anbauteile ermöglichten einen flexiblen Einsatz der Maschinen, sagt Zeppelin Rental. Damit alle Maschinen, Geräte und Anbauteile kontinuierlich einsatzbereit blieben, standen zudem Hochdruckreiniger aus dem Mietportfolio zur Verfügung. Um den Flugbetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen, wurden die Hauptarbeiten nachts ausgeführt.
Eigenen Angaben zufolge stellten dabei zwei LED-Flutlichtmasten von Zeppelin Rental optimale Arbeitsbedingungen sicher. Mittels der integrierten Generatoren in den Lichtmasten konnten die eingesetzten elektrischen Innenrüttler direkt vor Ort betrieben werden. Besonderes Augenmerk galt dem eingesetzten Beton, denn am Flughafen gelten strenge Vorgaben in Bezug auf dessen Qualität und Verarbeitung. Der Einbau erfolgte unter exakter Kontrolle von Temperatur, Transportzeit und Umwelteinflüssen – Parameter, die über die Belastbarkeit und Langlebigkeit der Oberfläche entscheiden.
"Im klassischen Straßenbau mit Waschbeton unterscheidet man zwischen einem Unterbeton mit maximal 32 Millimetern Größtkorn und einem feineren Oberbeton mit maximal 8 Millimetern, der speziell gebrochen ist. Am Flughafen verwenden wir hingegen durchgehend ein Größtkorn von 22 Millimetern im Unter- und Oberbeton", erklärt Ivan Curic, Bauleiter bei Bickhardt Bau SE.
Slipform Paver
Vor dem Einbau wurden Schalungen gestellt und ein Fahrdraht gespannt, der in 1,4 m Abstand zur späteren Betonkante und 10 cm oberhalb der geplanten Oberkante der fertigen Betonfläche verläuft. Der Einbau erfolgt höhengenau über die automatische Steuerung der Gleitschalungsfertiger, auch Slipform Paver genannt. Vier Höhentaster und Lenksensoren je Maschine erfassen Höhe und Richtung am beidseitig gespannten Fahrdraht. Die Höhenregelung erfolgt automatisch oder nach Vermesservorgabe.
"Anschließend wird der Beton mit offenen Lkw angeliefert und direkt vor dem Unterbetonfertiger abgekippt. Der 20-Tonnen-Mobilbagger von Zeppelin Rental verteilt ihn grob und befüllt das Übergabeband für den Oberbeton", führt Ivan Curic aus.
Der Slipform Paver zieht den Unterbeton auf Höhe, verdichtet ihn mit Nadelrüttlern und presst ihn über die Betonmulde in Form. Der Oberbeton wird anschließend verteilt, mit T-Rüttlern – quer angeordneten Flächenrüttlern – verdichtet, geglättet und über Querglätter (Bohle) und Längsglätter (Smoother) exakt abgezogen.
Abschließend wird die Oberflächentextur manuell mit einem einen Meter breiten Stahlbesen quer zur Einbaurichtung aufgebracht.
Die Nachbehandlung übernimmt die Wirtgen TCM 180i – eine selbstfahrende Sprühbühne, die ein Curing-Mittel gleichmäßig aufträgt und so die Aushärtung sichert.
Kaan Akkaya von Zeppelin Rental begleitete das Projekt über die gesamte Laufzeit von Februar bis Ende Mai intensiv und war regelmäßig auf der Baustelle. "Auch die laufende Servicierung übernahmen wir", erklärt er.
"Unsere Techniker führten regelmäßige Wartungen durch und standen bei Bedarf kurzfristig bereit – das ist bei einem so eng getakteten Bauablauf essenziell."
Zeppelin Rental hat seinen Hauptsitz in Garching bei München und betreibt mehr als 160 Standorte in verschiedenen europäischen Ländern. Der Umsatz des Unternehmens beläuft sich auf etwa 740 Millionen Euro.