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50 Jahre Netzwerk für Betonwerkstein

Von ABZ
Info-b
Ganz im Zeichen des 50jährigen Bestehens der Informationsgemeinschaft Beton-werkstein e.V. stand die Jahrestagung 2026, zu der sich die Mitglieder der „Info-b“ in Wiesbaden trafen. | Foto: Info-b

Wiesbaden (ABZ). – Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung der Informationsgemeinschaft Betonwerkstein e.V. (Info-b) Anfang Mai in Wiesbaden stand das 50jährige Bestehen des Vereins im Mittelpunkt. Zudem erfolgte nach mehr als 20 Jahren ein Wechsel in der Geschäftsführung.


Die Informationsgemeinschaft Betonwerkstein e.V. wurde am 6. Februar 1976 im Rahmen einer Dyckerhoff-Weiss-Tagung in Wiesbaden gegründet. Nach Vereinsangaben war sie mit damals 75 Mitgliedern die erste Gemeinschaftswerbung für Betonerzeugnisse. Heute zählt die Info-b nach eigenen Angaben 112 Mitglieder. Im Netzwerk arbeiten Hersteller, Verarbeiter und Grundstofflieferanten von Betonwerkstein zusammen, um die Anwendung des Baustoffs durch Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit zu fördern.

In seiner Begrüßung verwies der Vorsitzende Harry Schwab auf die aktuellen Herausforderungen der Branche. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sei die Arbeit der Informationsgemeinschaft von besonderer Bedeutung. Die anhaltende Verbundenheit vieler langjähriger Mitglieder wertete er als Zeichen für die Attraktivität des Netzwerks. Im Rahmen der Veranstaltung zeichnete Schwab zahlreiche Mitglieder mit Urkunden aus, darunter sechs noch aktive Gründungsmitglieder. Dazu zählen Beton & Stein Aberl Steinhandel & Verleg GmbH aus Altomünster, R. Bayer Betonwerkstein GmbH aus Blaubeuren, IKM Betonsteinwerk Knapp GmbH & Co. aus Muggensturm, Hans Schuck GmbH & Co. KG aus Sien/Nahe, Beton + Naturstein Wolf GmbH & Co. KG aus Emden sowie Omya GmbH aus Köln.

Geschäftsführer Stefan Heeß berichtete über die Aktivitäten der Info-b im vergangenen Jahr. Die Informationsgemeinschaft war nach eigenen Angaben auf verschiedenen Fachveranstaltungen und Messen vertreten, darunter die NordBau in Neumünster und die Ulmer BetonTage. Dort beteiligte sich die Info-b mit einem Podium zum Thema Betonwerkstein. Fachreferenten zeigten anhand von Praxisbeispielen und Projekten Möglichkeiten des Einsatzes moderner Betonwerksteine auf, darunter auch beim Bau des neuen Kreuzes der Sagrada Familia in Barcelona.

Darüber hinaus beteiligte sich die Info-b laut Jahresbericht an Vortragsveranstaltungen rund um Beton und Betonwerkstein sowie an Landesgartenschauen in Bayern und Baden-Württemberg. Positiv entwickelte sich nach Angaben des Vereins auch die Nutzung der neugestalteten Internetseite. Im Bereich Social Media setzt die Informationsgemeinschaft unter anderem auf LinkedIn und Facebook.

Für das Jahr 2026 sind weitere Beteiligungen an Fachveranstaltungen geplant. Auch auf der BAU 2027 in München will die Info-b vertreten sein. Vorgesehen ist ein gemeinsamer Auftritt mit dem Fachverband Beton- und Fertigteilwerke Baden-Württemberg e.V. sowie dem Bayerischen Industrieverband Baustoffe, Steine und Erden e.V.

Mit dem diesjährigen Bericht endete für Stefan Heeß eine mehr als 20jährige Amtszeit als Geschäftsführer der Info-b. Er hatte die Funktion 2004 von Martin Möllmann übernommen. Zu seinem Nachfolger wurde Christian Bechtoldt von der Dyckerhoff GmbH benannt. Stefan Heeß bleibt der Informationsgemeinschaft weiterhin im Vorstand erhalten. Harry Schwab würdigte die Leistungen von Heeß und dankte ihm im Namen der Mitglieder für seine langjährige Tätigkeit.

Höhepunkt des Jubiläums war ein Festabend im Werk Amöneburg der Dyckerhoff Zement GmbH. In kurzen Ansprachen blickten Harry Schwab und Vorstandsmitglied Martin Möllmann auf die Entwicklung der Informationsgemeinschaft in den vergangenen fünf Jahrzehnten zurück. Dabei hoben sie die Bedeutung der Info-b für die Vermarktung hochwertiger Betonbaustoffe hervor.

Martin Möllmann verwies insbesondere auf die Veränderungen innerhalb des Produktportfolios der Branche. Der Schwerpunkt habe sich vom Innenbereich stärker hin zu Anwendungen im Außenbereich und an Fassaden verlagert. Gleichzeitig bleibe die Vermarktung gegenüber Planern, Architekten und Bauherren eine wichtige Aufgabe. Sein Fazit lautete: „Wenn es die Info-b schon nicht gäbe - man müsste sie heute erfinden“.

Zum Abschluss des Abends trat im Wiesbadener Informationszentrum von Dyckerhoff das Improvisationstheater „Springmaus“ aus Bonn auf. Die Darbietung bezog nach Angaben der Veranstalter auch Themen rund um Betonwerkstein mit ein. Darüber hinaus bot der Festabend Gelegenheit zum fachlichen Austausch innerhalb der Branche.

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