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Heizpapier und Estrichziegel als Systemlösung

Leipfinger-Baders Systemlösung mit Heizpapier und Estrichziegel bietet eine effiziente, ökologische Heizlösung für Holzbauten, die Feuchtigkeitsschäden vermeidet.

Von ABZ
Innen und außen ökologisch
Das Heizpapier wird eingerollt und gut verpackt geliefert. Auf der Baustelle muss es lediglich ausgerollt und in die richtige Position gebracht werden. | Foto: Pius Martin/@bueroludwina

Vatersdorf (ABZ). – Wirtschaftlich, ökologisch und holzschonend zugleich: Heizpapier und Estrichziegel von Leipfinger-Bader eröffnen nach Unternehmensangaben im modernen Holzbau als Systemlösung neue Möglichkeiten.

Das Heizpapier stellt dabei eine elektrische Flächenheizung dar, die mit dem keramischen Estrichziegel ergänzt wird.

Letzterer verfügt über eine hohe Wärmeleitfähigkeit und schnelle Reaktionszeit, sodass von der Heizung auf die Ziegel übertragene Wärme schnell aufgenommen, und in den Raum abgegeben wird. Weil der Estrichziegel zudem trocken verlegt wird, kommt anders als bei herkömmlichem Estrich keine Feuchtigkeit ins Gebäude – ein Faktor, der insbesondere bei Bauten in Holzbauweise eine wichtige Rolle spielt.

Holzbauten liegen im Trend – sowohl bei Einfamilienhäusern als auch im mehrgeschossigen Wohnungsbau. Neben der positiven Klimabilanz, dem hohen Vorfertigungsgrad und den wohngesunden Eigenschaften des Baustoffs setzen Verantwortliche verstärkt auf ökologische und nachhaltige Lösungen im Inneren der Gebäude.

Leipfinger-Bader bietet mit der Kombination aus Heizpapier und Estrichziegel nach eigenen Angaben eine moderne, ökologische und substanzschützende Lösung für den Holzbau.

Der Estrichziegel besteht aus Ton und wird bei 1200 °C gebrannt. Der keramische Trockenestrich zeichnet sich laut Hersteller durch hohe Druck- und Biegefestigkeit aus und dient als feuchtigkeitsunempfindliche Lastverteilschicht mit einer geringen Aufbauhöhe von nur 18 mm.

"Die verschiedenen bauphysikalischen Vorteile des Estrichziegels – wie hohe Werte für Punkt- und Verkehrslasten, Wasserfestigkeit, lange Haltbarkeit und der hohe Schamotteanteil – überzeugen immer mehr Bauherren davon, von klassischem Fließestrich abzuweichen und neue Wege zu gehen", erklärt Josef Seestaller, Experte für Bodensysteme und Lehmbausysteme bei Leipfinger-Bader.

Besonders vorteilhaft für den Holzbau sei die trockene Verlegung des Estrichziegels. Bei vielen Bauten entstehen durch den Einbau von herkömmlichem Estrich oder Fließestrich Feuchtigkeitsprobleme und Reklamationen.

Durch den keramischen Trockenestrich wird keine Feuchtigkeit in den Bau eingebracht und Bauschäden werden vermieden. Der Estrichziegel lässt sich mit dem Heizpapier von Leipfinger-Bader kombinieren.

Dieses elektrisch leitfähige Heizpapier hat eine Aufbauhöhe von lediglich 0,5 mm und kann raumsparend im Bodenbereich eingesetzt werden. Während herkömmliche Fußbodenheizungen Bodenaufbauten von 60 bis 100 mm erfordern, kommt das System von Leipfinger-Bader auf eine Gesamtstärke von nur 18,5 mm.

Die Kombination mit dem Estrichziegel erweist sich aufgrund dessen thermischer Eigenschaften als besonders effizient. Der keramische Trockenstrich verfügt über eine hohe Wärmeleitfähigkeit, kurze Reaktionszeit und hohe Wärmespeicherkapazität.

Das Heizpapier kann beispielsweise mittels einer eigenen PV-Anlage gespeist werden und wird mit einer Stromstärke von nur 24 V betrieben.

Der Einbau erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst wird eine Ausgleichsmasse oder Schüttung aufgetragen, die gleichzeitig als Installationsebene für Elektro- und Datenkabel sowie Wasserleitungen dient.

Es folgt eine Trittschalldämmung von 7 bis 30 mm. Anschließend wird das Heizpapier verlegt, gefolgt von einer Lage Schrenzpapier und dem Estrichziegel. Die Tonziegel werden an den vier Seiten miteinander verklebt und im Halbverband verlegt.

Der gesamte Bodenaufbau hat je nach Höhe der Ausgleichsschicht und Stärke der Trittschalldämmung eine Höhe von 55 bis 78 mm. Eine Umsetzung mit wassergeführtem Fußbodenheizsystem ist ebenfalls möglich.

Durch die reduzierte Materialdicke entsteht ein Heizkonzept für Holzbauten, das für mehr Raumhöhe sorgt und den Bewohnern ein angenehmes Raumklima bei niedrigen Energiekosten bieten soll.

Das System verursacht keine Geräusche und ist im Innenraum unsichtbar. Die Steuerung erfolgt über ein programmierbares Thermostat, und die Investition in Heizkörper, Kessel oder Thermen entfällt.

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