Potsdam (ABZ). – Wie lässt sich Bürokratie abbauen, ohne das Bauwesen zu destabilisieren?
Mit dieser Frage beschäftigte sich der Ingenieurkammertag 2025 der Brandenburgischen Ingenieurkammer am 18. Juni in Potsdam. Mehr als 100 Teilnehmende aus Planung, Politik, Wirtschaft und Verwaltung diskutierten über das Spannungsfeld zwischen Vereinfachung und Verantwortung, so der Veranstalter.
"Wenn Bürokratie zum Selbstzweck wird, schadet das der Innovationskraft. Wir brauchen einfache, digitale Verfahren – aber mit verlässlicher Qualitätssicherung", betonte Kammerpräsident Matthias Krebs in seiner Ansprache. Die Brandenburgische Ingenieurkammer begrüßt wesentliche Aspekte der geplanten Novelle der Landesbauordnung.
Allerdings warnt die Kammer davor, Bürokratieabbau durch Entqualifizierung zu erreichen. Stattdessen müsse eine Vereinfachung der Verfahren durch klare Qualifikationsnachweise ausgeglichen werden, um die Verwaltung tatsächlich zu entlasten.