Kemnath (ABZ). – Bei der Erschließung des Neubaugebiets "Kreuzwiese" in Kemnath in der Oberpfalz kam das Einstein-Pflastersystem des Betonwerks Angermüller zum Einsatz. Das System soll durch eine spezielle Technologie eine langfristig funktionsfähige Fuge garantieren..
Das Baugebiet "Kreuzwiese" umfasst eine Fläche von rund 13.000 m² mit insgesamt 14 Bauparzellen zwischen 586 und 1112 m². Für die Befestigung der Gehwege, der Wohnstraße und des Wendehammers entschieden sich die Planer für das Einstein-Pflastersystem.
"Wir sind von den Verbundeigenschaften dieses Pflastersystems überzeugt", erklärt Karl-Heinz Koch von der Ingenieurgesellschaft Koch mbH aus Kemnath. "Verantwortlich hierfür ist die D-Punkt-Fugentechnik, die dafür sorgt, dass es bei der Verlegung der Steine nur zu einer punktuellen, minimalen Berührung an den Steinunterkanten kommt."
Im Gegensatz zu anderen Pflastersystemen mit Abstandhalter- oder Verbundnockensystemen bleibe der Anteil der Fläche, an dem sich die Steine berühren, sehr gering. Eine Knirschverlegung werde so vermieden, die zur Aufnahme von Verkehrsbelastungen notwendige Fuge werde stets eingehalten und so eine optimale Kraftübertragung zwischen den Steinen gewährleistet.
Schub- und Horizontalkräfte, die der Verkehr auf der Fläche verursacht, werden laut Koch über das Fugenmaterial abgepuffert und gleichmäßig in die Tragschichten weitergeleitet. "Damit ist dieses Pflastersystem eine städtebaulich optimale Alternative zur Asphaltbauweise für die Befestigung von Wohnstraßen und dergleichen. Bei fachgerechter Verlegung des Pflastersystems sind die üblichen Belastungen von Müll- und Möbelfahrzeugen unproblematisch."
Neben der Stabilität spielte auch die Optik der neu befestigten Pflasterflächen eine wichtige Rolle. In der Kreuzwiese wurden die rund 450 m² umfassenden Gehwege mit einem Einstein-Rechteckpflaster 20 x 10 cm im Farbton Herbstlaub befestigt. Für die Wohnstraßen und den Wendehammer mit insgesamt etwa 600 m² kam das Verlegesystem il Basolo Plus im changierenden Farbton Steingrau/Anthrazit und Herbstlaub zum Einsatz.
Eine Besonderheit des il Basolo Plus-Systems ist, dass eine Verlegeeinheit aus 19 unterschiedlichen Steinformaten besteht. "Dank der changierenden Oberflächen wirken die Flächen im Kontrast zur asphaltierten Fahrbahn nicht zu monoton", so Koch.
Bei der Erschließung von Neubaugebieten setzen Kommunen häufig auf die Pflasterbauweise, da diese gegenüber Asphalt verschiedene Vorteile bietet: Aufgrabungen stellen kein Problem dar, und optisch wirkt ein Pflasterbelag in der Regel ansprechender als eine Asphaltfläche. Bei regelkonformer Verlegung sind Pflasterflächen zudem den üblichen Verkehrsbelastungen in Wohnsiedlungen gewachsen.