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Bituminöse Pflasterung optimiert Haltbarkeit

Welver gestaltete von 2024 bis 2025 sein Ortszentrum mit ECOPREC-Material um, um dauerhafte Pflasterflächen und sichere Zonen für Fußgänger zu schaffen.

Von ABZ
Innovative Materialien in Welver
Ein zentrales Ziel des Umbaus war die Verbesserung der Dauerhaftigkeit der Pflasterflächen unter alltäglicher Belastung. | Foto: SF-Kooperation Beton-Konzepte

Welver (ABZ). – Die Gemeinde Welver im Landkreis Soest hat von Mitte 2024 bis Sommer 2025 ihr Ortszentrum umgestaltet. Mit Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land wurden insbesondere die Straße "Am Markt" und der Marktplatz neu gestaltet.

Für die Pflasterarbeiten kam ein spezielles Bettungs- und Fugenmaterial zum Einsatz, das die Dauerhaftigkeit der Flächen verbessern soll.

Die rund 12.000 Einwohner zählende Gemeinde Welver, die als "grüne Lunge" der Region gilt und am topografisch nachgewiesenen "Mittelpunkt Westfalens" liegt, strebte bei der Umgestaltung ein einheitliches und hochwertiges Erscheinungsbild des Areals an. Neben einem barrierefreien Ausbau und mehr Fahrradabstellmöglichkeiten wurde auch die Befahrbarkeit durch Autos reduziert, um für Fußgänger und Fahrradfahrer eine sichere Aufenthaltszone zu schaffen.

Dauerhaftigkeit der Pflasterflächen verbessern

"Ein zentrales Ziel des Umbaus war die Verbesserung der Dauerhaftigkeit der Pflasterflächen unter alltäglicher Belastung", erklärt Katrin Hofma, Amtsleiterin beim Tiefbauamt der Gemeinde Welver. "Vor dem Umbau traten im Bereich der Fahrbahn und insbesondere in Einmündungen und Kurven Spurrinnenbildung und gelockerte Pflastersteine auf." Diese Probleme seien Folge von Scherkräften durch Liefer- und Durchgangsverkehr sowie von ungünstigen Bodenverhältnissen im Untergrund gewesen.

Um diese Probleme zu beheben, wurden zunächst Maßnahmen zur Bodenverbesserung im Unter- und Oberbau umgesetzt. Für die Fahrbahnbereiche empfahl das Planungsbüro Rademacher aus Arnsberg die Bauweise mit dem bitumenhaltigen Bettungs- und Fugenmaterial ECOPREC der SF-Kooperation.

Fugen bleiben dauerhaft verschlossen

Laut Hofma bietet dieses Material den Vorteil, dass die Fugen aufgrund ihrer bituminösen Eigenschaften als elastischer Puffer zwischen den Steinen dauerhaft verschlossen bleiben. Schub- und Horizontalkräfte, die der Verkehr auf der Fläche verursacht, werden über das Fugenmaterial abgepuffert und gleichmäßig in die Tragschichten weitergeleitet.

Ein weiterer Vorteil der ECOPREC-Bauweise ist laut der Amtsleiterin die nahezu wasserundurchlässige, etwa 4 cm dicke Bettung. Niederschlagswasser wird oberflächlich in seitliche Regenabläufe abgeführt, wodurch Probleme durch Frosteinfluss und Wassereinlagerungen vermieden werden. Auch reduzieren sich die Probleme beim Einsatz von Saug- und Kehrmaschinen auf solchen Flächen deutlich. Da die Korngrößen von Bettung und Fuge aufeinander abgestimmt sind, besteht nicht das Problem, dass Fugenmaterial in die Bettung einrieselt.

Für die rund 4000 m² großen Flächen wurde das Cheops SV Linear-Pflaster vom Betonwerk Lintel in dem Format 30 x 20 x 12 cm im Reihenverband verlegt. Die Flächen sind funktional in Geh- und Fahrbereiche sowie Stellplätze gegliedert und in zwei Farben (Anthrazit und Beige) ausgebildet. Die Maßnahme erfolgte in drei Bauabschnitten und wurde im Sommer 2025 abgeschlossen. Laut Hersteller beweisen zahlreiche ähnliche Objekte der Firma Lintel, dass die beschriebene Bauweise dauerhaft funktioniert.

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