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Bauer MAT erweitert Portfolio und Technologien für Baustellenanwendungen

Entdecken Sie, wie Bauer MAT Slurry Handling Systems in 35 Jahren innovative Lösungen für den Spezialtiefbau entwickelt hat. Was steckt hinter dem Erfolg?

Von ABZ
Innovative Mischtechnik seit 35 Jahren
Die Entsandungsanlage BE 600-C auf der Bauer-Hausausstellung. Foto: Bauer |

Immenstadt (ABZ). – Die Bauer MAT Slurry Handling Systems blickt nun auf 35 Jahre Entwicklung und Produktion von Anlagen zur Misch-, Förder- und Trenntechnik zurück.

Die Allgäuer Zweigniederlassung der Bauer Maschinen GmbH hat ihre Fertigung erweitert und die Logistik modernisiert, um weiteres Wachstum zu ermöglichen.

Die Anfänge der heutigen Bauer MAT gehen auf das Jahr 1990 zurück. Im Mai gründeten Josef Soier, damals Leiter der Maschinentechnik bei Bauer Spezialtiefbau, der Maschinenbautechniker Manfred Kleimeier und Ernst-Wolfram Blaschke das Unternehmen. Ziel war nach Herstellerangaben die Entwicklung leicht transportierbarer, baustellentauglicher Chargenmischanlagen zur Aufbereitung von Suspensionen für den Spezialtiefbau, da die damals verfügbare Technik die Anforderungen der Praxis nicht erfüllte.

In den ersten Jahren entstanden neben Mischern und Anlagen für die Suspensionsaufbereitung auch zahlreiche Sonderlösungen. Später wurden die Aktivitäten rund um das Suspensionshandling für Spezialtiefbau, Tunnelbau, Tiefbohrtechnik und Baustoffindustrie in der MAT Mischanlagentechnik GmbH gebündelt.

2015 wurde die MAT Mischanlagentechnik GmbH Zweigniederlassung der Bauer Maschinen GmbH. Ein wichtiger Schritt erfolgte 2017 mit dem Einstieg in den Markt des maschinellen Tunnelvortriebs: Mit der BE 2550 brachte MAT seine bis dahin größte Separationsanlage auf den Markt. Sie besteht aus sechs Einzelanlagen und verarbeitet laut Hersteller stündlich bis zu 2400 m³ Bohrspülung. Erstmals kam sie beim Großprojekt Eppenbergtunnel in der Schweiz zum Einsatz.

Seit April 2018 firmiert die Zweigniederlassung unter dem Namen Bauer MAT Slurry Handling Systems. Ein Jahr später verließ die eintausendste Entsandungsanlage das Werk.

Zum 1. November 2019 übernahm die Bauer Gruppe die Mühlhäuser-Obermann GmbH. Unter dem neuen Namen Obermann MAT GmbH ergänzt sie seither das MAT-Portfolio mit Injektions- und Verpresspumpen, Mischanlagen und HDI-Pumpen. Ein Beispiel für die Kombination beider Technologien ist die Injektionsanlage IPA 250-E, die auf der bauma 2025 ihre Premiere feierte.

Ebenfalls vorgestellt wurde ein neues Ringtauschverfahren von Rotoren für Dekanter-Zentrifugen: Durch den Austausch gegen einen generalüberholten Rotor kann die zeit- und kostenintensive Wartung des Rotors verkürzt werden. Nach Herstellerangaben reduziert sich dadurch die Stillstandszeit des Dekanters um Wochen. Mit der CMS 50 präsentierte Bauer MAT zudem die nächste Generation seiner Mischtechnik.

Der anhaltende Erfolg erforderte 2025 eine Erweiterung des Firmen- und Werksgeländes. Nach dem Kauf des Nachbargrundstücks kann Bauer MAT künftig mehr als 250 Anlagen pro Jahr produzieren. Auch die Logistik wurde modernisiert – unter anderem mit einem eigenen Turmdrehkran und einem zusätzlichen Transportfahrzeug.

In den letzten Jahren hat auch die Digitalisierung bei Bauer MAT an Bedeutung gewonnen. Viele Anlagen – etwa die BE 300, die CMS-Chargenmischanlagen oder die IPA 250-E – erfassen und analysieren Betriebsdaten bereits automatisch. Diese digitale Lösung zur Optimierung des Maschineneinsatzes hat sich beim Kunden bewährt und führt laut Hersteller zu weniger Ausfallzeiten auf der Baustelle und einer verbesserten Reaktionszeit des Service-Teams.

"Neben der Digitalisierung spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle", betont Produktmanager Kurt Ostermeier. So reduziert Bauer MAT sukzessive dieselbetriebene Anlagen und setzt auf energieeffiziente Maschinen. Auch Second-Life-Konzepte – etwa die Aufbereitung und der Wiederverkauf gebrauchter Maschinen – werden getestet. "Ein strategischer Erfolg war die Einführung eines umfassenden Supply-Chain-Managements, das zu deutlich kürzeren Lieferzeiten für Standardprodukte geführt hat", erklärt Niederlassungsleiter Rainer Rossbach.

Während sich MAT in den Anfangsjahren fast ausschließlich auf den Spezialtiefbau konzentrierte, ist das Geschäft heute breiter aufgestellt, heißt es seitens des Unternehmens. Der Spezialtiefbau mache aktuell rund 50 % des Umsatzes aus – bei gleichzeitigem Wachstum. Der Tunnelbau (35 %) sowie Baustoff- und Sonderanwendungen (15 %) gewinnen zunehmend an Bedeutung. "Unsere Technik verändert sich ständig – unser Anspruch bleibt derselbe: robuste, praxisgerechte Lösungen für die Baustelle zu liefern", sagt Rainer Rossbach. "Diese Haltung hat uns 35 Jahre getragen – und wird auch die nächsten Jahrzehnte prägen."

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