Halle (dpa). – Das Wirtschaftsforschungsinstitut IWH rechnet in den kommenden Monaten mit mehr Insolvenzen in Deutschland. "Wie schon im August deuten unsere Frühindikatoren im September auf einen deutlichen Anstieg der Insolvenzzahlen im vierten Quartal hin – vor allem im Baugewerbe sowie im Grundstücks- und Wohnungswesen", sagte der Leiter der IWH-Abteilung Strukturwandel und Produktivität, Steffen Müller. Die Immobilienbranche steckt wegen stark gestiegener Zinsen und Baukosten in einer Krise. Viele Menschen können sich ein Eigenheim nicht mehr leisten. Immobilienentwickler fürchten, teuer gebaute Mietwohnungen könnten sich nicht rentieren. Die Frühindikatoren des IWH basieren auf vorläufigen Gerichtsentscheidungen, die in zeitlichem Zusammenhang mit der Insolvenzanmeldung stehen. Diese zeigten im Moment den höchsten Wert seit Beginn der Berechnung im Januar 2020 an.
dpa
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