Berlin (dpa). – Fast jeder Siebte in Deutschland gab zuletzt mehr als 40 % des verfügbaren Haushaltseinkommens für das Wohnen aus. Das gilt nach jüngsten Zahlen für das Jahr 2017 für 14,5 % der Einwohner in Deutschland, wie aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Gegenüber 2010 hat sich dieser Anteil kaum verändert. "Diese hohen Wohnkosten sind eine unzumutbare Belastung, besonders für gering- und normalverdienende Haushalte", kritisierte die wohnungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Caren Lay. "Allgemein gelten max. 30 % als vertretbar. Es darf nicht sein, dass Haushalte bei den Ausgaben für Essen, Bildung oder Information sparen müssen, um ihre Miete bezahlen zu können." Die Wohnkosten umfassen Energie- und Nebenkosten, bei Mietern auch die Miete.
dpa
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