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2025 muss Jahr des Aufbruchs werden

Die Kalksandsteinindustrie fordert 2025 als Jahr des Aufbruchs, um die Baukrise zu bewältigen und Wohnungsbau sowie Wirtschaft zu beleben. Politische Unterstützung fehlt.

Von ABZ

Hannover (ABZ). – "2024 war kein gutes Jahr für Deutschland. Nicht für unsere Volkswirtschaft und schon gar nicht für die heimische Baustoffindustrie", ist sich Jan Dietrich Radmacher, Vorstandsvorsitzer des Bundesverband Kalksandsteinindustrie, sicher.

Seit 2022 habe sich die Zahl der Baugenehmigungen nahezu halbiert, mit entsprechenden Konsequenzen für Bautätigkeit und Baustoffproduktion. Alle Akteure im Hochbau und vor allem im Wohnungsbau sähen sich mit der schwersten Baukrise in der Geschichte der Bundesrepublik konfrontiert. Paradox sei, dass gleichzeitig 800.000 Wohnungen fehlten, vor allem im bezahlbaren Segment, insbesondere in den Groß- und Universitätsstädten.

"Doch mit den vorgezogenen Neuwahlen nach dem unwürdigen Bruch der Ampel im November 2024 gibt es auch die Chance, die wirtschaftliche Lähmung im Land abzuschütteln. Wenn es uns gemeinsam gelingt, eine neue Dynamik im Wohnungsbau zu schaffen, lösen wir zahlreiche gesellschaftliche Probleme", sagte Radmacher kürzlich.

Dazu zählten Wohnungsnot und drohende soziale Spannungen, untragbar hohe Wohnkosten und die konjunkturelle Wiederbelebung von Bauwirtschaft und heimischer Baustoffproduktion. Radmacher: "Dazu wollen wir als Kalksandsteinindustrie in unserem Jubiläumsjahr beitragen."

Der Verband begeht in diesem Jahr einen historischen Geburtstag: Als am 10. Dezember 1900 die Vertreter von 25 Kalksandsteinwerken in Berlin den "Verein der Kalksandsteinfabriken" gründeten, sei nicht abzusehen gewesen, dass sich die Branche auch 125 Jahre später noch "so aktiv in den bau- und wirtschaftspolitischen Diskurs einbringen würde". "Eine Tradition, auf die wir stolz sind und die wir auch im Jahr 2025 fortsetzen werden", ergänzt Radmacher.

Angesichts der aktuellen ökonomischen Situation sei es wichtiger denn je, sich aktiv einzumischen. Nahezu alle Baustoffproduzenten hätten nach einem desaströsen Jahr 2023 mit Rückgängen von 30 Prozent im Jahr 2024 einen weiteren, erheblichen Einbruch hinnehmen müssen. Nach mehr als 24 Monaten Krise sind die arbeitsmarkpolitischen Instrumente laut Verband weitgehend ausgeschöpft. Werksschließungen, temporäre Stilllegungen, Personalabbau und Kurzarbeit haben demnach auch die Kalksandsteinindustrie nicht verschont.

Radmacher schließt: "Angesichts der großen Krise hätten wir uns mehr politische Unterstützung gewünscht."

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