Frankfurt am Main (ABZ). – Nach aktuellen Forschungsergebnissen des Instituts KfW Research tritt die Stimmung im Mittelstand nun erneut auf der Stelle. Die Exporterwartungen im industriellen Mittelstand und in der Großindustrie geben demnach deutlich nach. Erst im März hatte sich die Stimmung im deutschen Mittelstand noch stark aufgehellt, im April nun stagnierte das Geschäftsklima nahezu.
Der Index stieg um vernachlässigbare 0,2 Zähler auf minus 17,4 Punkte. Damit liege das KfW-ifo-Mittelstandsbarometer weit unter dem langjährigen Durchschnitt, der durch die Nulllinie markiert werde. Überraschend: Unter den Mittelständlern stach im April lediglich der Bau positiv hervor. Zwar beurteilten die Unternehmen ihre aktuelle Lage etwas besser als im Vormonat und so gut wie seit August letzten Jahres nicht mehr.
Allerdings sanken die Geschäftserwartungen auf Sicht von sechs Monaten. "Im März hatte die Reform der Schuldenbremse die Hoffnung auf einen starken Fiskalimpuls geweckt und für einen sprunghaften Anstieg der Erwartungen gesorgt. Diese neue Hoffnung wurde aber bereits im April von dem eskalierenden Handelskonflikt zumindest teilweise wieder konterkariert", sagt Dr. Klaus Borger, Konjunkturexperte bei KfW Research.