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Holzbau als CO2-Speicher und Klimaschutzmaßnahme

Prof. Schellnhuber betont: Holz als Baumaterial kann CO2-Emissionen senken. Beim Parlamentarischen Abend in Berlin diskutierten Experten über ökologische Vorteile des Holzbaus. Elise Pischetsrieder sieht großes Potenzial im Holzbau, fordert jedoch wirtschaftliche und kohlenstoffbindende Lösungen im

Von ABZ

Berlin (ABZ). – Der Bau- und Gebäudesektor ist aktuell für rund 40 Prozent der globalen CO2-Emissionen verantwortlich. Durch vermehrten Einsatz nachwachsender Baumaterialien könnte diese Bilanz deutlich verbessert werden.

Diese These vertrat Prof. Hans Joachim Schellnhuber kürzlich in seinem Impulsvortrag beim Parlamentarischen Abend von Holzbau Deutschland, dem Holzbau Deutschland Institut und Bauhaus Erde in Berlin, zu dem unter anderem Vertreter des Bundesbau- und Bundeslandwirtschaftsministeriums eingeladen waren.

Schellnhuber ist Klimafolgenforscher und Generaldirektor des Internationalen Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA). Um der Klimakrise Einhalt zu gebieten, müsse aktiv CO2 aus der Atmosphäre entfernt werden, sagte er. Durch nachwachsende Baumaterialien wie Holz könnten so jährlich bis zu 16 Milliarden Tonnen CO2 aus der Atmosphäre gespeichert werden.

Die anschließende Diskussionsrunde wurde moderiert von Adrian Blödt, dem Präsidenten des Holzbau Deutschland Instituts. Zu Wort kamen Sun Jensch, Gründerin der Koalition für Holzbau, und Elise Pischetsrieder, Geschäftsführerin weberbrunner architekten und Vorstandsmitglied im Landesbeirat Holz Berlin/Brandenburg. Für die Architektin Elise Pischetsrieder stand außer Frage, dass der Holzbau aufgrund seines architektonischen, konstruktiven und ökologischen Potenzials viele Vorteile birgt.

Sie beantwortete daher die Frage, warum mit Holz gebaut werden sollte, mit der Gegenfrage: "Warum sollte nicht mit Holz gebaut werden? Was hindert uns daran?" Mögliche Verbesserungen sieht sie in der Etablierung wirtschaftlicher und kohlenstoffbindender Bauteillösungen für den mehrgeschossigen Wohnungsbau. Die aktuellen bauordnungsrechtlichen Anforderungen seien immer noch Ursache erhöhter CO2-Emissionen und Kosten beim Bauen.

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