Plößberg (dpa). – Beim insolventen Holzkonzern Ziegler Group bremst ein Mangel an Ausgangsmaterial den Betrieb. Das große Sägewerk sei derzeit heruntergefahren und auf Stand-by, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm von Schultze & Braun. Hintergrund sei, dass bereits vor dem Insolvenzantrag weniger eingekauft worden sei. Das mache die Situation jetzt schwieriger.
Zudem sei das Hauptwerkdarauf ausgerichtet, mit hohem Durchsatz betrieben zu werden. Daher sammle man aktuell Material, um dann – möglicherweise erst im neuen Jahr - das Sägewerk wieder hochzufahren. Wann genau, werde in den nächsten Tagen entschieden. Seit dem Insolvenzantrag der Ziegler Holding vor rund drei Wochen ist gut die Hälfte der mehr als 40 Töchter mit eigenen Anträgen gefolgt, wie aus einer Aufstellung des Insolvenzverwalters hervorgeht.
Grundsätzlich gebe es Bereitschaft bei den bisherigen Lieferanten, zu denen auch die bayerischen Staatsforsten gehörten, sagte Böhm, allerdings sei ein Holzwerk eine sehr kapitalintensive Produktion. Zu dem könne es auch saisonale Schwierigkeiten bei der Belieferung geben.