Zum Inhalt springen

Komatsu streicht 235 Jobs in Hannover

Komatsu entlässt 235 Mitarbeiter in Hannover aufgrund geringer Nachfrage. Ein Zukunftstarifvertrag schützt verbleibende 750 Beschäftigte bis 2030 vor Kündigungen.

Von dpa
Nachfragerückgang zwingt Werk zu drastischem Stellenabbau
Komatsu Radlader werden von diesen Mitarbeitern des Unternehmens auf einer Stellfläche in Hannover kontrolliert.Bereits seit Oktober 2023 gilt in dem Werk Kurzarbeit, die im September 2024 auslief. Der Standort ist auf den Bau von Radladern und Mobilbaggern spezialisiert. Laut der "Hannoverschen Allgemeine" war der Absatz zuletzt eingebrochen. | Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb | Rainer Jensen

Hannover (dpa). – Der japanische Baumaschinenhersteller Komatsu streicht in seinem Werk in Hannover fast jede vierte Stelle.

Bis Ende des Jahres sollen 235 der bisher knapp 1000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, bestätigte Ingo Büscher, Geschäftsführer von Komatsu Germany, auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Grund sei die schwache Nachfrage nach Baumaschinen. Zuvor hatte schon die "Hannoversche Allgemeine" Zeitung darüber berichtet. "Wie die gesamte Baumaschinen-Branche leiden auch wir unter einer Absatzkrise", sagte Büscher. "Daher kommen wir leider um einen Stellenabbau nicht mehr herum."

Für die verbleibenden knapp 750 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Standort gelte ein Zukunftstarifvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen bis Anfang 2030 ausschließe. 78 befristete Verträge lasse man bereits seit April 2024 auslaufen, sagte Büscher. Weitere 50 Mitarbeiter würden im Rahmen eines Freiwilligenprogramms ausscheiden: "Die übrigen 107 Mitarbeiter müssen wir leider aktiv betriebsbedingt auf Grundlage des mit dem Betriebsrat vereinbarten Sozialplan freisetzen."

Bereits seit Oktober 2023 gilt in dem Werk Kurzarbeit, die im September 2024 auslief. Der Standort ist auf den Bau von Radladern und Mobilbaggern spezialisiert. Laut der "Hannoverschen Allgemeine" war der Absatz zuletzt eingebrochen.

In diesem Jahr werde Komatsu Hannover demnach nur noch halb so viele Maschinen ausliefern wie im Jahr 2023.

dpa

dpa

Die dpa (Deutsche Presse-Agentur) ist eine der größten unabhängigen Nachrichtenagenturen weltweit. Sie liefert tagesaktuelle Texte, Bilder, Videos und Audios an Medien sowie Unternehmen und betreibt weltweite Korrespondentenbüros.

Alle Artikel

Weitere in Marktentwicklung

Alle anzeigen

Weiter keine Trendwende in Sicht

Von dpa
/

Weitere von dpa

Alle anzeigen

Daimler Truck plant Lkw-Produktion in Cheb

Von dpa
/