Wiesbaden (dpa). – Der Immobilienboom hat Deutschlands Bauunternehmen das siebte Wachstumsjahr in Folge beschert. Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe legte 2019 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Nach vorläufigen Zahlen der Behörde aus dieser Woche konnte alle Wirtschaftszweige des Bauhauptgewerbes ein Umsatzplus verbuchen. Auch die Zahl der Beschäftigten stieg: um 1,9 Prozent zum Vorjahr. Große Nachfrage nach Häusern und Wohnungen sowie staatliche Investitionen etwa im Straßenbau sorgen seit längerem für gute Geschäfte der Baubranche. Ein Teil des Umsatzwachstums erklärt sich jedoch auch damit, dass Firmen höhere Preise für ihre Leistungen veranschlagen.
Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hatte bereits im Februar eine positive Bilanz für das Jahr 2019 gezogen. Nach damaligen Angaben des Verbandes erwirtschafteten die Betriebe des Bauhauptgewerbes in Deutschland im vergangenen Jahr 135 Milliarden Euro Umsatz. Für 2020 erwartet die Branche ein nominales Umsatzwachstum von 5,5 Prozent. Das Bauhauptgewerbe umfasst die Errichtung von Gebäuden (Hochbau) ebenso wie von Straßen, Bahnstrecken und Leitungen (Tiefbau). Die Statistik des Bundesamtes berücksichtigt Betriebe mit mindestens 20 Beschäftigten.
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