Zum Inhalt springen

Künftig gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum

timpla kooperiert mit modEstate für bezahlbaren Wohnraum. Geplant sind Holzmodulbauten auf versiegelten Flächen, die nachhaltig, schnell und kosteneffizient sind.

Von ABZ
Kooperation geschlossen
Ein Modellprojekt in Hanau soll ab Frühjahr 2025 für bezahlbare Wohnungen sorgen. | ABB.: timpla/PR

Hanau (ABZ). – timpla ist eine langfristige Zusammenarbeit mit dem Immobilien-Unternehmen modEstate eingegangen, wie das Unternehmen mitteilt. Gemeinsam planen die Unternehmen laut eigenen Angaben eine Reihe von Nachverdichtungsprojekten, die bezahlbaren Wohnraum in zentralen Lagen schaffen sollen.

Ein Schlüsselansatz ist die intelligente Nutzung und Aktivierung der Flächenpotenziale von bestehenden Innenstadtlagen wie Parkplatzflächen – beispielsweise bei Supermärkten – mit dem Ziel, moderne Mehrfamilienhäuser aus Holzmodulen zu bauen. Hierzu haben die beiden Unternehmen eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet.

Durch die Aufständerung der Gebäude soll die Beschaffenheit dieser Grundstücke nur geringfügig verändert werden., wobei die Parkmöglichkeiten weitgehend erhalten bleiben. Gleichzeitig wird dringend benötigter Wohnraum geschaffen, der durch die modulare Bauweise schnell und kosteneffizient realisiert werden kann.

Diese Methode des seriellen Holzbaus soll nicht nur die Bauzeiten erheblich reduzieren, sondern auch eine nachhaltige und flexible Lösung sein. Die Module werden industriell vorgefertigt und vor Ort in kurzer Zeit montiert, was die Bauarbeiten störungsarm gestaltet, die Projektierung im laufenden Betrieb des Hauptgebäudes ermöglicht und eine schnelle Verfügbarkeit des Wohnraums gewährleistet.

Diese Form der Nachverdichtung auf bereits versiegelten Grundstücksflächen bietet durch den Einsatz von Dach- und Fassadenbegrünungen den Vorzug, zusätzliche Grünflächen in Innenstädten zu schaffen, auf diese Weise Hitzeinseln abzubauen und einen Beitrag zur Biodiversität zu leisten, heißt es von Unternehmensseite. Die geplanten Gebäude sollen sehr energieeffizient sein und mittels verschiedener architektonischer und konstruktiver Ansätze einen hohen Nachhaltigkeitsgrad aufweisen.

ModEstate hat es sich eigenen Angaben zufolge zur Aufgabe gemacht, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, wo der Bedarf am größten ist. Mit ihrem Nachverdichtungskonzept wird bereits versiegelter Raum neu genutzt, und das auf eine Weise, die sowohl wirtschaftlich als auch nachhaltig ist.

timpla bringt nach eigenem Bekunden seine marktführende Modulbau-Kompetenz und Deutschlands größtes Holzmodulwerk in die Kooperation ein. Durch den Einsatz moderner Technologien und effizienter Bauplanung trägt timpla maßgeblich dazu bei, die Bauprojekte nicht nur schneller, sondern auch kosteneffizienter und ressourcenschonender zu realisieren. timplas Fokus auf Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Bauwesen ermögliche es, innovative Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen der heutigen Städte gerecht werden. timpla setze dabei auf hochgradig vorgefertigte und standardisierte Module, die den Bauprozess beschleunigen und gleichzeitig die Flexibilität der Wohnkonzepte erhöhen.

"Diese Kooperation ist ein Meilenstein auf dem Weg zu mehr bezahlbarem Wohnraum in städtischen Gebieten, ohne dabei wertvolle, unbebaute Flächen zu opfern", erklärt Dennis Pfeffer, Geschäftsführer von modEstate. "Dank der modularen Bauweise von timpla und der innovativen Ansätze von modEstate schaffen wir nicht nur gesunden Wohnraum, sondern gestalten auch lebenswerte und grüne Städte für die Zukunft." Roland Kühnel, Geschäftsführer timpla by Renggli, ergänzt: "Serieller Modulbau ist für viele Akteure neu und trifft oft auf Vorurteile. Mit dem innovativen Entwickler modEstate bilden wir ein schlagkräftiges Tandem, das die Vorzüge seriellen Modulbaus voll ausspielen kann."

Die Projekte sollen in den kommenden Jahren in mehreren deutschen Städten umgesetzt werden und einen wichtigen Beitrag zur Entspannung des Mietwohnungsmarktes leisten. Den Anfang macht ein von der hessischen Landespolitik unterstütztes Modellprojekt in Hanau, wo bereits im Frühjahr 2025 bezahlbare Wohnungen entstehen sollen.

ABZ

ABZ

Gebaut wird überall, und das zu jeder Zeit! Die Allgemeine Bauzeitung begleitet das gesamte Baugewerbe. Schnell, sachlich und neutral - so sind wir Deutschlands meistgelesene Baufachzeitung geworden.

Alle Artikel

Weitere in Nachhaltige Gebäudetechnik

Alle anzeigen

Weitere von ABZ

Alle anzeigen