Hamburg (dpa). – Nach der Kostenexplosion bei drei Bauprojekten am Unternehmenssitz in Bramfeld haben die Hamburger Energienetze mehr Transparenz und Kostenkontrolle angekündigt.
Entsprechende Pläne habe die Geschäftsführung dem neuen Aufsichtsratsvorsitzenden, dem Staatsrat in der Umweltbehörde Alexander von Vogel, vorgestellt, teilte das Unternehmen mit.
Zuvor war bekanntgeworden, dass die erwarteten Kosten für den Bau eines neuen Eingangspavillons, eines Parkhauses und eines Mehrzweckgebäudes um rund ein Drittel über den ursprünglichen Planungen liegen. Statt einer Gesamtsumme von 53,6 Millionen Euro werde nun von 71,3 Millionen Euro ausgegangen, sagte ein Sprecher des Unternehmens.
Als Grund für die Kostensteigerungen – über die Medien berichtet hatten – wurden unter anderem der Krieg in der Ukraine, gestiegene Materialkosten sowie die Gründachpflicht und die Pflicht zur Installation von Photovoltaikanlagen genannt. Die Initiative zur Kostenkontrolle sei eine "proaktive Reaktion" auf die aus dem Ruder gelaufenen Kosten für einen anspruchsvoll gestalteten Eingangspavillon.