Berlin (dpa). – Im Streit um die Verabschiedung einer Bauschuttverordnung wirft Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) Bundesbauminister Horst Seehofer (CSU) vor, das Vorhaben zu blockieren und damit Regionalinteressen über die Interessen des Umweltschutzes zu stellen. "Es darf nicht sein, dass die Blockade von Seehofer 15 Jahre Verhandlungen zunichtemacht", sagte Schulze dem "Handelsblatt". Bayerische Regionalinteressen stünden für Seehofer nicht nur über den Interessen des Umweltschutzes, sondern auch über denen "der anderen Bundesländer sowie der versammelten deutschen Industrie", sagte Schulze. Nach Darstellung des Bundesumweltministeriums stellt der Bundesbauminister die Verordnung, die zu mehr Recycling von Bauschutt führen soll, an sich infrage, um wirtschaftliche Einbußen für die bayerische Bauindustrie zu vermeiden.
dpa
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