Hamburg (dpa). – Mit Blick auf Umbrüche bei den großen Reedereien stellt sich der Hafenlogistiker HHLA mittelfristig auf einen Abzug von Containerladungen aus dem Hamburger Hafen ein.
Insbesondere die Auswirkungen der angekündigten Allianz von Hapag-Lloyd und Maersk unter dem Namen "Gemini Cooperation" seien noch nicht abzusehen, sagte HHLA-Chefin Angela Titzrath unlängst. "Wir befinden uns gerade erst am Anfang der Gespräche, auch mit unserem Kunden Hapag-Lloyd." Sie verwies auf bestehende Verträge und darauf, dass die HHLA ein geschätzter Dienstleister der Reedereien sei.
Hapag-Lloyd und Maersk hatten ihre Kooperation im Januar bekanntgegeben. Ab Februar 2025 wollen die beiden Containerreedereien mit Teilen ihrer Flotten als Partner auf den Meeren unterwegs sein und geben dafür Anfang kommenden Jahres ihre Partnerschaften mit anderen Reedereien auf. Die Schiffe der neuen Allianz sollen vorrangig Häfen anlaufen, an denen Hapag-Lloyd und Maersk Terminals besitzen oder kontrollieren - in Deutschland etwa Bremerhaven und Wilhelmshaven.