Essen (ABZ). – Die Land- und Baumaschinen- sowie Motorgeräte-Fachbetriebe melden seit sechs Quartalsergebnissen in Folge Umsatzverluste, die im vierten Quartal 2024 zwar deutlich weniger schwach, aber weiterhin ein Minusergebnis bei der Umsatzentwicklung zeigen.
Die Umsatzerwartung der Branche: Zwei Drittel erwarten ein weiteres Minus, erklärt der LandBauTechnik-Bundesverband. Die Konjunktur im Land- und Baumaschinenhandel und -Handwerk zeigte sich im vierten Quartal 2024 ein gutes Stück positiver als zuletzt, jedoch weiter im Minus. Um minus 1,3 Prozent ging der Branchenumsatz pro Fachbetrieb gegenüber dem Winterquartal 2023 zurück.
"Das ist schon erheblich weniger Rückgang als noch im Frühjahr und Sommer, es bleibt aber ein Minus – und das im nunmehr sechsten Quartal in Folge", stellt Ulrich Beckschulte von der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im LandBauTechnik-Bundesverband fest. Zwar konnte schon wieder mehr als die Hälfte aller etwa 4000 Fachbetriebe in Deutschland Umsatzzuwächse oder auch Nullwachstum vermelden, bei 47 Prozent der Kollegen ging es jedoch weiter zurück.
Das ergab eine Umfrage der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im Bundesverband LandBauTechnik e. V. Dabei ist der Neumaschinenhandel (-8,4 Prozent) weiter auf (Negativ-)Rekordfahrt, doch der Gebrauchtmaschinenhandel ist leicht ins Plus gerückt (+0,7 Prozent) – der gesamte Handelsumsatz ist damit nur um 5,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Dem gegenüber wuchsen Werkstatt- (+7,5 Prozent) und Teileumsatz (+5,1 Prozent) fast unbeeindruckt weiter.
Die Kostenentwicklung legte mit plus 5,1 Prozent beim Personal und plus 5,4 Prozent bei den Betriebskosten in etwa im Jahresschnitt zu. Der Lagerbestand hat erstmals signifikant abgenommen, insbesondere bei Neutechnik. Der Beschäftigtenstand sei um 0,5 Prozent gestiegen – das passt ebenfalls in die Landschaft. Und die Investitionsneigung der Fachbetriebe komme im vierten Quartal 2024 so langsam wieder voran.