Hannover (ABZ) | Die Nachfrage nach Industriegütern aus Niedersachsen ist im Juni 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat preisbereinigt um rund 1 Prozent zurückgegangen. Das teilt das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) mit.
Während die Inlandsbestellungen um 1 Prozent zunahmen, verringerte sich die Auslandsnachfrage um 2 Prozent. Bei den Gütergruppen entwickelten sich die Auftragseingänge unterschiedlich. Nach Angaben des LSN stieg die Nachfrage nach Investitionsgütern gegenüber Juni 2025 um 5 Prozent, während die Bestellungen von Verbrauchsgütern um 8 Prozent zurückgingen.
In den umsatzstärksten Industriebranchen Niedersachsens legten die Auftragseingänge unter anderem in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen um 18 Prozent, in der Herstellung von Metallerzeugnissen um 35 Prozent sowie in der Herstellung von chemischen Erzeugnissen um 2 Prozent zu. Rückläufig entwickelte sich die Nachfrage dagegen im Maschinenbau mit einem Minus von 21 Prozent sowie im sonstigen Fahrzeugbau, der einen Rückgang von 32 Prozent verzeichnete.
Im Vergleich zum Mai 2026 stieg die preisbereinigte Gesamtnachfrage nach niedersächsischen Industriegütern um 14 Prozent. Nach Angaben des LSN erhöhten sich sowohl die Inlandsbestellungen (+16 Prozent) als auch die Auslandsbestellungen (+12 Prozent). Bei den Gütergruppen nahmen die Auftragseingänge für Vorleistungsgüter gegenüber dem Vormonat um 4 Prozent und für Investitionsgüter um 20 Prozent zu.