Kirchdorf an der Iller (ABZ) | Liebherr integriert den herstellerübergreifenden Kommunikationsstandard MiC 4.0 BUS in seine Mobilbagger der Generation 8. Die standardisierte Schnittstelle ermöglicht den automatisierten Datenaustausch zwischen Trägermaschine und kompatiblen Anbauwerkzeugen. Dadurch sollen deren Integration in den Arbeitsprozess vereinfacht, Bedienende entlastet und Fehlerquellen reduziert werden.
MiC 4.0 BUS überträgt beim Ankoppeln eines MiC 4.0-Ready Anbauwerkzeugs Informationen wie Werkzeugtyp, Seriennummer sowie Betriebsparameter wie Öldruck und Ölmenge automatisch an die Maschine. Zusätzliche Eingaben durch den Maschinenführenden sind laut Liebherr nicht erforderlich. Dies erleichtert unter anderem den Einsatz intelligenter Anbauwerkzeuge wie Tiltrotatoren und soll die Betriebs- und Prozesssicherheit erhöhen.
Bislang war die Integration komplexer Anbauwerkzeuge auf Mobilbaggern häufig mit zusätzlichem Aufwand und längeren Maschinenstillständen verbunden. Anpassungen am Trägergerät konnten zudem Auswirkungen auf bestehende Freigaben und Konformitätsbewertungen, beispielsweise die CE-Kennzeichnung, haben. Der Kommunikationsstandard soll diese Integrationsaufwände reduzieren und den Einsatz neuer Werkzeuglösungen vereinfachen.
Neben dem Datenaustausch zwischen Maschine und Anbauwerkzeug schafft die Schnittstelle laut Hersteller die Grundlage für eine verbesserte Flottenübersicht. Informationen zur Nutzung, zu Betriebsstunden und Wartungszuständen sollen künftig über das Kundenportal MyLiebherr Maintenance & Performance abrufbar sein. Fuhrparkverantwortliche können damit Wartungsmaßnahmen vorausschauend planen und die Verfügbarkeit der Anbauwerkzeuge besser überwachen.
Ein weiterer Aspekt ist die Möglichkeit, MiC 4.0-Ready Anbauwerkzeuge zwischen entsprechend ausgestatteten Trägermaschinen verschiedener Hersteller zu wechseln. Damit soll der Kommunikationsstandard die Flexibilität beim Einsatz unterschiedlicher Maschinen und Werkzeuge innerhalb einer Flotte erhöhen. Liebherr sieht MiC 4.0 BUS damit auch als Grundlage für ein datenbasiertes Flottenmanagement.