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VDMA warnt vor weiterer Produktionseinbuße 2025

Im Maschinenbau läuft es nicht rund. Die Branche verlangt von der Politik Unterstützung statt Regulierung. Auf Wachstum hoffen die Betriebe vor allem im Ausland.

Von dpa
Weniger Produktion und Jobs
Im Maschinenbau läuft es nicht rund. Grund für die schlechte Auftragslage sei die unsichere Lage auf dem Weltmarkt. | Foto: picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Frankfurt am Main (dpa). - Im Maschinenbau läuft es nicht rund. Die Branche verlangt von der Politik Unterstützung statt Regulierung. Auf Wachstum hoffen die Betriebe vor allem im Ausland.

Die deutsche Maschinenbauindustrie erwartet für 2025 den dritten Rückgang der Jahresproduktion in Folge. Auch könnte die Zahl der Arbeitsplätze, die derzeit noch knapp über einer Million liegt, leicht zurückgehen, erklärt der Branchenverband VDMA auf der Grundlage einer Umfrage bei rund 500 Mitgliedern.

Die preisbereinigte Produktion der Betriebe werde um weitere 2 Prozent sinken, heißt es in der aktuell bestätigten VDMA-Prognose. Für das laufende Jahr wird bereits ein Einbruch um 8 Prozent erwartet. Die Fabriken sind durchschnittlich nur noch zu 79,1 Prozent ausgelastet. Der nominale Umsatz könnte in der Folge im laufenden Jahr um rund 10 Milliarden auf 253 Milliarden Euro sinken.

Bei den Jobs bewerten die Unternehmen ihre eigene Situation günstiger als die der Branche. So erwartet zwar eine klare Mehrheit von 61 Prozent einen allgemeinen Stellenabbau in der Industriesparte, gleichzeitig will eine fast ebenso große Gruppe (59 Prozent) im eigenen Haus zusätzliche Stellen aufbauen. Über Fachkräftemangel klagen nicht mehr ganz so viele Unternehmen wie in den vergangenen Jahren.

Grund für die schlechte Auftragslage sei die unsichere Lage auf dem Weltmarkt. VDMA-Präsident Bertram Kawlath nennt Kriege, handelspolitische Grabenkämpfe und Wahlerfolge extremistischer Parteien und Politiker als störende Faktoren. Umso wichtiger sei eine klare und verlässliche Wirtschaftspolitik von Bundesregierung und EU-Kommission. Der Verbandschef fordert: „Schluss mit der Überregulierung, Schluss mit engen technologischen Vorgaben und auch Schluss mit der viel zu hohen Kostenbelastung am Standort Deutschland.”

Der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump in den USA sehen die VDMA-Unternehmen gelassen entgegen. Man sei auf mehr Störungen als in der ersten Amtszeit vorbereitet, sehe aber auf dem US-Markt auch nach wie vor Chancen, sagte Kawlath.

Einer weiteren Umfrage zufolge wollen 72 Prozent der Maschinenbau-Unternehmen ihr US-Geschäft ausweiten. Mehr als die Hälfte will dafür Produktion oder Montage in die USA verlegen. Für die Re-Industrialisierung benötige die US-Wirtschaft Maschinen, die es in dieser Form nur in Europa zu kaufen gebe, meinte Kawlath. Als Beispiele nannte er Spezialventile, Verpackungsmaschinen oder Getränkeabfüllanlagen. Weitere Marktchancen für die deutsche Industrie gebe es auch in Indien und China.

dpa

dpa

Die dpa (Deutsche Presse-Agentur) ist eine der größten unabhängigen Nachrichtenagenturen weltweit. Sie liefert tagesaktuelle Texte, Bilder, Videos und Audios an Medien sowie Unternehmen und betreibt weltweite Korrespondentenbüros.

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