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Leichtbeton punktet in der Nutzungsphase

Massives Leichtbeton überzeugt ökologisch durch Energieeinsparung, lange Lebensdauer, regionale Rohstoffe, Wiederverwendbarkeit und thermischen Komfort.

Von ABZ
Massive Bauweise
In der Nutzungsphase benötigen Häuser aus massiven Wandbaustoffen aufgrund ihrer Wärmespeicherfähigkeiten weniger Energie als Häuser in Holzbauweise. | Foto: Jasto Baustoffwerke

Ochtendung (ABZ). – Den Jasto Baustoffwerken zufolge können massive Bauweisen mit Leichtbetonmauerwerk in Bezug auf ökologische Aspekte überzeugen. Eine Studie zeigt, dass der Energieverbrauch während der Nutzungsphase den größeren Einfluss auf Gesamtenergieverbrauch und CO2-Emissionen hat als die zur Herstellung eingesetzten Ressourcen.

Die Umweltwirkungen von Gebäuden werden laut den Verantwortlichen über den gesamten Lebenszyklus hinweg maßgeblich durch den Energieverbrauch während der Nutzungsphase bestimmt. In dieser Phase benötigen Häuser aus massiven Wandbaustoffen aufgrund ihrer Wärmespeicherfähigkeiten weniger Energie als Häuser in Holzbauweise.

Der Grund liegt nach Angaben von Jasto darin, dass Massivhäuser in der Übergangszeit zwischen Heiz- und Nicht-Heizperiode effizienter sind. Sie speichern die Wärme länger und geben sie zeitversetzt wieder ab, wodurch die Heizung länger ausgeschaltet bleiben kann. Eine Studie der Life Cycle Engineering Experts GmbH (LCEE) konnte aufgrund dieser Effekte deutliche Heizenergieeinsparungen für die Massivbauweise nachweisen. Im Durchschnitt verbrauchen massive Einfamilienhäuser 6,5 % weniger Heizenergie als Holzbauten. Bei Mehrfamilienhäusern lassen sich durchschnittliche Einsparungen von 8,5 % belegen. In der Studie wurden energetisch gleichwertige Musterhäuser in typischer Holzbauweise und Massivbauweise verglichen.

Die Studie zeigt laut Jasto, dass sich die Wärmespeichermöglichkeiten auch auf die CO2-Bilanz auswirken. Zwar haben Holzbauweisen nach einer Nutzungsdauer von rund 50 Jahren noch eine etwas bessere Gesamtbilanz, doch die Bilanz ändert sich mit zunehmender Betrachtungszeit. Bei einer Nutzungsdauer von 80 Jahren und darüber hinaus sinken die CO2-Emissionen der Massivbauweise unter die Vergleichswerte der Holzbauweise. Gerade im Hinblick auf zukünftige Klimaveränderungen spielt auch der thermische Komfort in den Räumen eine Rolle. Wenn es draußen heiß wird, bleiben die Spitzentemperaturen in massiven Häusern aufgrund ihrer größeren thermischen Trägheit niedriger. Durch den kühlenden Effekt des Mauerwerks überhitzen die Räume seltener als in Häusern in Holzbauweise. Die Jasto Baustoffwerke arbeiten bei der Herstellung von Leichtbetonmauerwerk nach eigenen Angaben komplett mit regionalen Baustoffen. Ein wichtiger Zuschlagstoff ist Bims, ein natürlicher, heimischer Rohstoff, der größtenteils in unmittelbarer Nähe des Unternehmensstandorts abgebaut wird.

Alle Rohstoffe für den Leichtbeton kommen bei Jasto aus einem Umkreis von unter 50 km. Durch einen energiearmen Herstellungsprozess, der im Gegensatz zu anderen Wandbildnern keinen Brennprozess erfordert, heben sich Baustoffe aus Leichtbeton laut Hersteller auch deutlich von anderen massiven Wandbaustoffen ab.

Ein weiterer Aspekt ist die lange Lebensdauer von Massivbauten. Diesen wird eine theoretische Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren zugesprochen, doch in der Praxis werden viele Häuser, die mit Leichtbetonmauerwerk errichtet wurden, schon länger als 120 Jahre bewohnt. Aufgrund ihrer langen Lebensdauer können massive Gebäude über mehrere Generationen hinweg bewohnt werden.

Bei Gebäuden mit Wänden aus massivem Mauerwerk lässt sich die Raumaufteilung in der Regel gut anpassen, indem nichttragende Wände versetzt werden. Leichtbetonmauerwerk kann bei einer sauberen Sortentrennung ohne Downcycling wiederverwendet werden, weil aus den mineralischen Stoffen weitere sekundäre mineralische Stoffe erzeugt werden können.

Auch sortenreine Produktionsrückläufe können ohne Qualitätsverlust der Produktion wieder zugeführt werden. Massive Gebäude aus Leichtbeton weisen ohne zusätzliche Maßnahmen eine hohe Feuerfestigkeit auf. Das Jasto Leichtbetonmauerwerk hat seine Qualitäten nach eigener Aussage auch bei dem Hochwasser an der Ahr im Sommer 2021 bewiesen. Die Materialprüfungs- und Versuchsanstalt MPVA aus Neuwied hat nachgewiesen, dass die Feuchtigkeit in den Steinen nach einigen Wochen wieder dem Niveau eines normalen Neubaus entsprach.

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