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Architekturgewebe dient als Sonnenschutz

Das Bürogebäude "Cofre de Perote" in Mexiko-Stadt nutzt Architekturgewebe als Sonnenschutz, um Energie zu sparen und Tageslichteinfall zu optimieren.

Von ABZ
Mexikanische Hitze
Das Bürogebäude "Cofre de Perote" nutzt das Architekturgewebe EGLA-MONO 4991 als funktionalen Sonnenschutz. | Foto: Haver & Boecker

Mexiko-Stadt/Mexiko (ABZ). – In der mexikanischen Hauptstadt wurde das Bürogebäude "Cofre de Perote" mit einer besonderen Fassadengestaltung fertiggestellt. Das von DMA Demurga Arquitectos entworfene Gebäude im Stadtteil Lomas de Chapultepec nutzt das Architekturgewebe EGLA-MONO 4991 von Haver & Boecker als funktionalen Sonnenschutz, wie der Hersteller mitteilt.

Die Fassade des 2024 fertiggestellten Gebäudes erstreckt sich über 200 m² und besteht aus Gewebeelementen mit Spannkanten und Gabelschrauben. Jedes Element misst etwa 8,5 x 2,5 m. Das verwendete Architekturgewebe der Bezeichnung EGLA-MONO 4991 hat laut Hersteller ein Gewicht von circa 6,3 kg/m² und eine offene Fläche von rund 54 %. Es zeichne sich durch eine klare, filigrane Struktur und ein gleichmäßiges, flächiges Erscheinungsbild aus.

In einer sonnenreichen Region wie Mexiko-Stadt ist effektiver Sonnenschutz besonders wichtig, um den Wärmeeintrag ins Gebäude zu minimieren und den Energieverbrauch für Klimatisierung zu reduzieren. Durch das Zusammenspiel zwischen der Gewebestruktur, der Semi-Transparenz und der reflektierenden Eigenschaft der Edelstahloberfläche wird laut Haver & Boecker der überwiegende Teil der wärmenden Sonnenstrahlen bereits vor dem Eindringen in das Gebäude absorbiert und reflektiert.

Die Gewebeverkleidung ermöglicht dennoch eine Durchsicht von innen nach außen. Durch die Kombination aus Verschattung und Transparenz wird die Tageslichtnutzung gefördert und der Bedarf an künstlicher Beleuchtung während des Tages verringert. Das Architekturgewebe aus Edelstahl soll neben der ästhetischen Wirkung auch durch Langlebigkeit und Wartungsfreiheit überzeugen. Das Material ist laut Haver & Boecker korrosionsbeständig, robust und nach Ende der Nutzungsdauer vollständig recyclebar. Die Montage der Gewebefassade erfolgte laut Hersteller mittels eines Befestigungssystems aus Spannkanten, Gabelschrauben und Druckfedern. Die einzelnen Gewebebahnen wurden über die gesamte Fassadenhöhe gespannt und an der Unterkonstruktion befestigt. Die Installation wurde in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Porcer in Mexiko-Stadt durchgeführt.

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