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Kompaktes Bohrgerät hilft beim Quellfassungsbau in unwegsamem Gelände

Das kompakte Bohrgerät MRZB von Carl Hamm Geotechnik ermöglicht minimalinvasive, schnelle und kostengünstige geologische Vorerkundung für Quellfassungen in unwegsamem Gelände.

Von ABZ
Minimalinvasive Vorerkundung
Mit dem Ramm-, Zieh- und Bohrgerät MRZB von Carl Hamm Geotechnik können geologische Vorerkundungen im Quellbereich gemacht werden. | Foto: Carl Hamm Geotechnik

Essen (ABZ). – Sauberes Trinkwasser ist in Deutschland zwar keine knappe Ressource, die Zahl der Quellen, die sauberes Trinkwasser hervorbringen, ist jedoch rückläufig. Wenn es aufgrund undichter Quellfassungsbauwerke zu bakteriologischen Verunreinigungen kommt, entspricht das gewonnene Wasser nicht mehr den hohen hygienischen Anforderungen der Gesundheitsämter.

Wollen Wasserversorger und Gemeinden den Zugang zu Trinkwasser sicherstellen, müssen Sie die Quellen sanieren oder neue Quellen erschließen.

Aufschluss über die Ergiebigkeit einer Quelle ergibt die hydrogeologische Erkundung des Quellgebiets. Für die Planung der Quellfassung ist darüber hinaus die genaue Kenntnis der Geologie entscheidend, denn je nach Art der Quelle ist auch die Bauart der Fassung unterschiedlich.

Die Ingenieurbüro GeoUmweltTeam GmbH aus dem bayerischen Marktoberdorf ist nach eigenen Angaben auf die Sanierung und die Planung neuer Quellfassungen spezialisiert. Geschäftsführer Horst Tauchmann ist Diplom-Geologe und Lehrbeauftragter an der TU München im Fachgebiet Hydrogeologie.

Das Unternehmen führt die geologische Vorerkundung in der Regel mithilfe der Rammkernsondierung durch. Hierzu wird das leichte Ramm-, Zieh- und Bohrgerät MRZB von Carl Hamm Geotechnik verwendet. Das kompakte Bohrgerät ist mit Kettenantrieb ausgestattet und für den Einsatz ohne Infrastruktur und in unwegsamem, häufig bewaldeten Quellbereichen besonders gut geeignet.

Das GeoUmweltTeam führt kann bis zu zehn Sondierungen pro Tag durchführen. Durch den Verzicht auf aufwändige Bohrungen und den Einsatz von Rammkernsonden mit 36 mm Durchmesser ist die Erkundung minimalinvasiv, informiert Carl Hamm. Nach Abschluss der Sondierung können die Bohrlöcher mit quellfähigem Ton abgedichtet werden, sodass das Grundwasser vor Verunreinigungen geschützt ist.

Mit der Rammkernsondierung von 5 bis zu 15 m Tiefe gewinnen die Geologen das Bodenprofil mit den unterschiedlichen Bodenschichten und somit ein genaues Bild von den geologischen Verhältnissen des Quellgebiets, das bei größeren Quellfassungen durchaus bis zu 5000 m² groß sein kann. Die Sondierlöcher werden anschließend mit Ein-Zoll-PE-Röhrchen ausgebaut, um mit dem Lichtlot die Grundwasserstände zu messen und die Richtung der Strömung zu ermitteln.

Mit den Erkenntnissen der Erkundung erstellt das GeoUmweltTeam die Planung für den Bau der Quellfassung. Häufig begleitet das Ingenieurbüro die Ausführung der Baumaßnahmen, denn beim Bau von Quellfassungen ergeben sind häufig Planänderungen wegen geologischer Erkenntnisse, die erst während der Bauphase gewonnen werden. Im Ergebnis können die Geologen mit der Rammkernsondierung anstelle von Bohrungen eine hydraulisch vollwertige Messung der Grundwasserverhältnisse durchführen. Sie sind damit bis zu zehn Mal so schnell, weitaus günstiger und verringern durch die minimalinvasive Vorgehensweise das Risiko von Verunreinigungen des Grundwassers.

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