Bonn (ABZ). – Im Koalitionsvertrag 2025 haben CDU, CSU und SPD eine grundlegende Reform der Deutschen Bahn angekündigt. Die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen (BVMB) unterstützt dieses Reformvorhaben nach eigenen Informationen ausdrücklich – knüpft daran aber klare Erwartungen für das Bauen: "Wir empfehlen dringend die Einrichtung eines starken, zentralen Bauressorts im Vorstand der DB InfraGO AG, in dem sämtliche Planungs-, Bau-, Instandhaltungs- und Beschaffungsaktivitäten strategisch und operativ gebündelt werden", so der Verband.
Gemeinsames Ziel sei eine leistungsfähige und verlässliche Umsetzung von Infrastrukturprojekten – gekennzeichnet durch Kostenstabilität, Termintreue, klare Verantwortlichkeiten, eine effiziente Steuerung sowie die bestmögliche Einbindung aller relevanten Marktakteure.
Für eine hohe Effektivität und Qualität der Projektvorbereitung und -umsetzung solle zudem die DB Engineering & Consulting GmbH (DB E&C) als zentraler interner Planungs- und Ingenieurdienstleister und die Beschaffung Infrastruktur (Einkauf) fest in das zentrale Bauressort eingebunden werden. Darüber hinaus gelte es, die Themen Digitalisierung und Innovation im Bauwesen entschlossen voranzutreiben.
"Diese und weitere Vorschläge haben wir in einem umfassenden Empfehlungspapier gebündelt, das wir im Rahmen des Verbändegesprächs an Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder am 11. August 2025 in Berlin übergeben haben", teilt der Verband mit.
Verbunden gewesen sei dies mit der klaren Empfehlung, die genannten Strukturmaßnahmen aktiv zu unterstützen und konsequent in die politische Umsetzung der Bahnreform einzubinden, heißt es weiter.