Heilbronn (ABZ). – C. M. Heim hat sein kabelloses Brandmeldesystem MOBS um die mobile Evakuierungseinheit MEU erweitert. Das Mesh-basierte Funksystem bietet nach Herstellerangaben die derzeit schnellste Alarmierung und die längste Batteriebetriebsdauer unter den am Markt verfügbaren Lösungen.
Die MEU kann als eigenständige temporäre Lösung betrieben oder in die web-basierte App MyMOBS integriert werden. Sie ist speziell für Einsatzorte konzipiert, an denen eine erhöhte Sicherheit bei verschiedenen Gefahrenlagen erforderlich ist.
Laut Arbeitsstättenrichtlinie (ASR) A2.2 sind auf Großbaustellen ohne eigene Stromversorgung, bei Großveranstaltungen, in Logistik- und Lagergebäuden sowie bei Umbau- und Sanierungsarbeiten in Bestandsgebäuden und in Werften Feuerlöscheinrichtungen und weitere Maßnahmen zur Erkennung, Alarmierung und Bekämpfung von Entstehungsbränden erforderlich.
Die mobile Evakuierungseinheit MEU entspricht diesen Anforderungen und orientiert sich an der Norm EN 54. Ein Vorteil des Systems liegt laut Hersteller in der regulatorischen Einstufung: Die MEU wird als Funkprodukt und nicht als Bauprodukt in den Verkehr gebracht, was die Planung und Inbetriebnahme vereinfacht. Eine Abnahme durch einen Sachverständigen ist nicht erforderlich.
Die Basiseinheit besteht aus einer Sirene, einer Blitzleuchte, einem Handfeuermelder und einem Erste-Hilfe-Rufknopf. Die batteriebetriebenen Einheiten werden mit geringem Montageaufwand kabellos installiert und kommunizieren über ein Mesh-Netzwerk selbstständig untereinander. Die Verbindung zur Zentrale OAMplus wird über den MEUadapter hergestellt.
Im Notfall wird über ein Telefonwählgerät automatisch mit einem zertifizierten Protokoll die Verbindung zur Leitstelle hergestellt. Alternativ ist eine überwachte IP-Verbindung zu MyMOBS mit präziser Ortsangabe, Lageplan und notwendiger Quittierung möglich.
Das Mesh-Netzwerk kommuniziert auf mehreren Frequenzen in verschiedenen Gruppen, wodurch auch größere Gebäude schnell evakuiert werden können. Eine Funkstreckenüberwachung schützt die Anlage gegen Sabotage – mit einer Reichweite von bis zu 1500 m im freien Feld.