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Unternehmen will mehr Ressourcen generieren

Unternehmen Feeß nutzt MOBIREX MR 130i PRO für effizientes Recycling und fördert nachhaltige Kreislaufwirtschaft im Bauwesen.

Von ABZ
Mobiler Prallbrecher unterstützt
Martin Grenz (v. l.), Benjamin Feeß, Waldemar Rollheiser, Walter Feeß, Michell Blasczyk (Wirtgen Deutschland), Alexander Feeß und Andreas Frey. | Foto: Wirtgen Group

Kirchheim/Teck (ABZ). – Für einen Bewusstseinswandel im Bauwesen und eine konsequente Kreislaufwirtschaft macht sich laut eigener Aussage das Familienunternehmen Feeß am Firmenstandort Kirchheim/Teck bei Verbänden, Politikern und in seinem Schulungszentrum stark.

Für sein Engagement wurde Walter Feeß 2016 mit dem Deutschen und 2020 mit dem Baden-Württembergischen Umweltpreis ausgezeichnet.

Dort informieren sich Interessierte über die Potenziale des modernen Baustoff-Recyclings. Ein bedeutender Baustein im gesamten Recycling-Prozess ist der mobile Prallbrecher MOBIREX MR 130i PRO, so das Unternehmen. Feeß hat die Anlage am Ende der Entwicklungsphase getestet – und war eigener Aussage nach so beeindruckt, dass sie bleiben durfte.

Die auf Serienstand gebrachte Anlage ergänze das klima- und umweltfreundliche Gesamtkonzept des Unternehmens. Im Gespräch mit Kleemann äußert sich Geschäftsführer Walter Feeß zusammen mit Anlagen-Bediener Waldemar Rollheiser zum Thema Kreislaufwirtschaft und wie unter anderem die MOBIREX MR 130i PRO sie dabei unterstützt.

Feeß erläuterte, dass der Schwerpunkt des Recyclingunternehmens bei Bau- und Abbruchabfälle liege. "Sie machen über 50 Prozent des gesamten Mülls in Deutschland aus. Das heißt, es landen täglich hochwertige mineralische Bau-Rohstoffe auf Mülldeponien oder werden maximal als Untergrund- oder Füllmaterial genutzt. Das ist eine unglaubliche Ressourcenverschwendung, gegen die wir anarbeiten. Wir führen eine große Menge an Baumaterialien in den Kreislauf zurück und stellen daraus beispielsweise R-Beton Zuschlagsstoff her", sagt er.

Mit dem mobilen Prallbrecher MOBIREX MR 130i PRO von Kleemann fertige das Unternehmen beispielsweise aus Beton-Abbruchmaterial und Bauschutt mineralische Zuschlagstoffe für R-Beton. Rund 40 % Recyclingzuschläge sollen bei Beton ohne jegliche Nachteile hinsichtlich Verarbeitung, Optik, Haptik und Festigkeit möglich sein. "Leider wird das Material noch viel zu selten von Architekten und Bauingenieuren eingesetzt – weil es noch zu unbekannt ist. Das ist einer der Punkte, auf die wir mit unserem Schulungszentrum abheben: Die Qualität und die unglaublichen Möglichkeiten von R-Beton wollen wir bei Fachleuten in den Blick rücken", erläutert Feeß. Denn durch die dabei entstandenen massiven CO2-Einsparungen würden Bauende einen großen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen.

In den Baukreislauf zurück

Der Unternehmer sei sich sicher, dass "wir jetzt handeln müssen". Es helfe nicht, immer nur darüber zu sprechen, die CO2-Emissionen in den Griff zu bekommen. "Wir sind es unseren Kindern und Enkelkindern schuldig, jetzt tatkräftig anzupacken und entsprechende gesetzliche und normative Grundlagen zu schaffen." Das Schöne sei, dass es mittlerweile Möglichkeiten gebe – die Technik und das Know-how sei vorhanden, es müsse nur einsetzt werden. An Architekten, Ingenieure, aber auch an Kommunen und die Verwaltung appeliere er in diesem Zusammenhang. "Es ist als Recyclingunternehmen beispielsweise unglaublich schwer, Flächen zur Verfügung gestellt zu bekommen. Dabei können lange Transportwege und damit große Mengen an CO2 eingespart werden, wenn wir Materialien über kurze Wege recyceln", betont er.

Feeß berichtet, dass das Unternehmen den Auftrag für den Rückbau eines Landratsamts in der Region gehabt habe. Bei diesem Projekt seien mehr als 90 % der Materialien in den Baukreislauf zurückgeführt werden. Bedeutet: Aus dem Baustoff des alten Landratsamtes wurde der Zuschlagstoff für den R-Beton des neuen Landratsamtes hergestellt. Der Großteil der mineralischen Baustoffe wurde direkt auf der Baustelle oder auf unseren Wertstoffhöfen gebrochen, täglich bis zu 1800 t. "Das sind Erfahrungen, die ich gerne weitergebe, auch an Wettbewerber. Der Wandel gelingt nur, wenn wir alle an einem Strang ziehen. Im Übrigen ist diese Vorgehensweise nicht zwangsläufig kostenintensiver", berichtet der Unternehmer. Er prognostiziert, dass Kraftstoff und Materialpreise aufgrund von Verknappung und der CO2-Steuer weiter steigen werden und ist sich sicher: "Kreislaufverfahren werden auch finanziell auf Dauer Vorteile bringen."

Für die Materialaufbereitung setzte das Familienunternehmen den mobilen Prallbrecher MOBIREX MR 130i PRO von Kleemann ein. "Uns hat das ganze Konzept der Anlage gleich angesprochen", sagt Feeß. Der geringe Kraftstoffverbrauch, die hohe Leistung und die sehr starke Doppeldecker-Nachsiebeinheit seien die Themen gewesen. Aufgrund der engen Platzverhältnisse sei es notwendig gewesen, lediglich mit einer Maschine zu arbeiten. "Vorher hatten wir eine Brechanlage, gefolgt von einer separaten Siebanlage – jetzt reicht uns, aufgrund der hohen Performance und der Möglichkeit, zwei klassifizierte Endprodukte austragen zu können, die MR 130i PRO", berichtet er. Das bedeute, dass im Alltag nur eine Maschine bedient, gewartet und betankt werden müsse.

Die Anlage sei für das Familienunternehmen ein äußerst wichtiger Baustein in der Aufbereitung des Beton-Abbruchs. "Wir hatten bisher schon einen Kleemann Prallbrecher im Einsatz. Die kleinere MOBIREX MR 130i EVO2 wurde dabei um eine Siebanlage ergänzt. Die MR 130i EVO2 nutzen wir nach wie vor, teilweise auch auf Baustellen direkt vor Ort. Praktisch ist, dass die Parts kompatibel sind, das erleichtert die Lagerung und Organisation der Ersatz- und Verschleißteile", sagt Feeß.

Geringer Verbrauch

Die neue MR 130i PRO brauche ähnlich viel Kraftstoff wie die bisherige MR 130 EVO2. Vor der Anschaffung der neuen Anlage habe allerdings zusätzlich die Siebanlage betankt werden müssen. Die seien zusätzlich zwischen 14 und16 l gewesen – das könne mittlerweile komplett eingespart werden. "Und nicht nur das: die MR 130i PRO beschert uns bis zu 20 Prozent mehr Output, was wirklich enorm bei diesem Kraftstoffverbrauch ist. Zudem ist die Anlage mit Windsichtern ausgestattet, was uns bei der Produktqualität hilft", sagt er. Die Firma sei noch dran die Einstellungen der Windsichter auf den eigenen Prozess zu optimieren. Der geringe Verbrauch dürfte der klimafreundlichen Ausrichtung des Unternehmens in die Karten spielen. Die Anlage könne allerdings auch elektrisch betrieben werden. "Die Option, die Anlage elektrisch betreiben zu können, war für uns ein entscheidendes Kriterium. Dazu müssen wir allerdings unsere Trafoanlage, sprich die Stromversorgung ausbauen. Da gibt es bereits Gespräche und Überlegungen wie dies realisierbar ist." Das Unternehmen denke zudem darüber nach, die Photovoltaikflächen zu erweitern. Es wäre großartig, wenn die Firma die Anlage, zumindest teilweise, mit selbst erzeugtem Strom betreiben könnten.

Waldemar Rollheiser bedient die Anlage regelmäßig, er sagt: "Wir sind insgesamt mit dem Output und der Produktqualität sehr zufrieden." Es würden beide Siebdecks genutzt und produzieren unterschiedliche Produkte von 0 bis 2 mm 2 bis 16 mm. Auch die Steuerung sei komfortabel. "Morgens stelle ich die Anlage über SPECTIVE ein, den laufenden Betrieb kann ich dann von überall auf dem Gelände über SPECTIVE CONNECT überwachen. Ich habe den Kraftstoffverbrauch und auch den Brecherfüllstand immer im Blick. Das ist sehr hilfreich und spart viele Wege. Und SPECTIVE CONNECT hilft mir auch bei der Optimierung meines Prozesses. So haben wir beispielsweise Bandwaagen an all unseren Austragsbändern installiert. Damit kann ich mir den Output am jeweiligen Band direkt in SPECTIVE CONNECT anzeigen lassen", berichtet er.

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