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Magdeburgs Speicher erhalten neue Steinwolle-Dämmung von Rockwool

Thomasblock verwandelt historische Speicher im Magdeburger Hafen in moderne Wohnräume. Dabei kommen innovative Dachdämmungen zur Anwendung, um den Denkmalschutz zu wahren.

Von ABZ
Moderne Wohnkonzepte für historische Gebäude
In zwei Reichseinheitsspeichern, Baujahr 1939, im Magdeburger Hafen sahen Investoren und Planer das Potenzial für moderne Wohnungen mit Wasserblick. Umnutzung und behutsame Sanierung statt Neubau waren das Ziel. | Foto: Deutsche Rockwool

Magdeburg (ABZ). – Die Firma Thomasblock hat zwei Reichseinheitsspeicher aus den 1930er-Jahren im Magdeburger Hafen zu modernen Wohngebäuden umgebaut.

Für die Dachdämmung der 40 m hohen Gebäude kam eine Steinwolle-Lösung von Rockwool zum Einsatz, die den besonderen Anforderungen an Brandschutz und Windlasten gerecht werden sollte. Die beiden 1939 errichteten Speichergebäude liegen auf einer Halbinsel in der Elbe und bieten Wasserblick aus jeder Wohnung.

Architekt Uwe Thal aus Gommern entwickelte ein Konzept für Umnutzung, Sanierung und Brandschutz, das den historischen Charakter der Gebäude bewahren sollte.

Wesentlich für die Zielvorstellung war laut Angaben der Beteiligten der Erhalt der prägnanten Satteldächer auf beiden Gebäuden. Dies war nur durch eine Konstruktion in Stahlbauweise zu gewährleisten, da brennbare Holzdachkonstruktionen für die beiden Wohnhochhäuser nicht zugelassen worden wären.

"Niemand würde heute auf ein Hochhaus ein Satteldach setzen, aber hier ging es ja um den Erhalt einer historischen Gebäude- und Stadtansicht", erklärt Thal. Gemeinsam mit Dr. Holger Keitel von den SGHG- Ingenieuren entwarf er einen Dachstuhl aus verzinktem Stahl mit der ursprünglichen Neigung von 57°, auf dem eine Dämmlage aus 180 mm dicker Steinwolle verlegt werden sollte.

Aufgrund der hohen Windlasten in dieser enormen Höhe musste nach Aussage der Projektbeteiligten eine Befestigungslösung gefunden werden, die Dämmung und Dichtbahnen unmittelbar nach der Montage gegen die Windlasten in 40 m Höhe sichert.

Das Unternehmen Constar aus Herborn, das als Generalunternehmer die Sanierung der beiden Speicher verantwortet, entschied sich für den Einsatz von Masterrock 035 aus dem Hause Rockwool. Diese hochverdichtete Steinwolle-Dämmplatte mit extra harter Oberlage versprach laut Hersteller eine Stabilität, die bei den zu erwartenden Windgeschwindigkeiten auf den Dächern die Verarbeitung erleichtern würde.

"Da die Dämmung nicht auf einer durchgängigen Schalung, sondern direkt auf dem Stahlträgergerüst verlegt werden sollte, mussten die einzelnen Platten möglichst stabil sein", fasst Constar-Geschäftsführer Razvan Gheorghe zusammen. "Bei der Ausführung der Dachdämmung haben wir in den ersten Wochen so manche neue Erfahrung gemacht, die uns dazu brachte, den geplanten Ablauf anzupassen", erinnert sich Gheorghe. Es habe sich dann aber relativ schnell abgezeichnet, wie Dämmung, Dichtung und Bekleidung des Dachstuhls effizient auszuführen sind.

Die Masterrock-Dämmplatten wurden paketweise mit einem Kran in die oberste Etage eingehoben. Sie können nach Herstellerangaben dank hoher Festigkeit während der Bauarbeiten unter Einhaltung aller gebotenen Sicherheitsmaßnahmen betreten werden und sind wasserabweisend. Nach dem Einschieben der Platten in vormontierte U-Profile wurden sie mit speziell gefertigten Z-Winkeln aus Stahl in Breite der Sparren fixiert.

Zusammen mit der unmittelbar aufgebrachten Dichtbahn RockTect Drenatop wurden die Dämmplatten dann durch Konterlatten aus verzinktem Flachstahl final befestigt. Alle Befestigungselemente wurden passend zur gewählten Dicke der Masterrock-Dämmplatten von 180 mm gefertigt. Abschnittsweise erfolgte so die Dämmung und Abdichtung der Dächer der Silos jeweils von links nach rechts.

Für die Sicherung der als Eindeckung ausgewählten Dachziegel auf der Metallunterkonstruktion hatte deren Hersteller, die Dachziegelwerke Nelskamp, spezielle Klammern entwickelt und bautechnisch prüfen lassen. Mehr als 200 Wohnungen hat die Firma Thomasblock durch die Sanierung der Silos geschaffen.

Im Einklang mit der historischen Substanz entstanden auf 15 Geschossen so jeweils 116 Wohnungen und 15 Gewerbeeinheiten. Alle Wohnungen verfügen über voll verglaste Balkone. Mithilfe der Sanierung und zeitgemäßen Dämmung erreichen die Gebäude heute nach Angaben der Beteiligten Effizienzklasse EH 40.

Später fiel die Entscheidung, auch bei der Fassadendämmung auf ein Wärmedämmverbundsystem mit einer Putzträgerplatte von Rockwool zu setzen. Inzwischen entsteht in der Umgebung auf dem ehemaligen Hafengelände der "Magdeburger Wissenschaftspark". Das Stadtquartier ist als Museums-, Wissenschafts- und Forschungsstandort gedacht, der neben vielen Arbeitsplätzen auch Wohnraum bieten soll.

"Die Reichseinheitsspeicher sind Landmarken mit einer besonderen, einmaligen Prägung. Auch stehen sie hier in Magdeburg an einem wunderschönen Standort", erklärt Gerald Breschke, Geschäftsführender Gesellschafter von Thomasblock. Ihm und seinen Mitgesellschaftern liege viel daran, den einzigartigen Charakter von Städten durch die Sanierung von Bestandsgebäuden zu erhalten.

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