Löhne (ABZ). – Ein umfassendes Konzept zur regenerativen Energieversorgung hat die Brüninghoff Energy Solutions GmbH & Co. KG für die Lehrfabrik Möbelindustrie in Löhne realisiert. Das Projekt umfasst zwölf Ladepunkte mit Solar-Carports sowie Photovoltaikanlagen auf dem Dach, ergänzt durch einen Batteriespeicher und ein Energiemanagementsystem.
Die "Lehrfabrik Möbelindustrie" ist ein neuer Ausbildungsort, an dem künftig jährlich etwa 120 Fachkräfte ausgebildet werden sollen. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" gefördert.
Brüninghoff realisierte den schlüsselfertigen Bau als Generalunternehmer, während die integrale Planungsgesellschaft Plansite die Generalplanung übernahm. Bei der Umsetzung wurde laut Brüninghoff besonderer Wert auf Wirtschaftlichkeit sowohl in der Bau- als auch in der Nutzungsphase gelegt.
Die Stromversorgung des Gebäudes erfolgt hauptsächlich über Photovoltaikanlagen, die auf dem Dach und den Carports installiert wurden. Insgesamt sind 62 % der horizontalen Flächen – entsprechend 1570 m² – mit PV-Modulen ausgestattet. Überschüssiger Strom wird in einem Batteriespeicher mit einer Kapazität von 112 kWh zwischengespeichert, der mit 50 kW geladen und entladen werden kann.
Für die Förderung nachhaltiger Mobilität wurden sechs Ladesäulen mit je zwei Ladepunkten installiert. Die Ladestationen befinden sich gegenüber der Carports und werden über ein Lastmanagementsystem gesteuert. Dieses verteilt eine Gesamtladeleistung von 132 kW auf die zwölf Ladepunkte, wobei jeder Ladepunkt bis zu 22 kW liefern kann.
Ein zentrales Energiemanagementsystem koordiniert die Erzeugung, Speicherung und den Verbrauch der Energie. Alle Energiesysteme einschließlich des Energiemonitorings sind auf einer Webplattform visualisiert und für autorisierte Nutzer zugänglich, was eine transparente Überwachung und Steuerung ermöglicht.
Neben der Photovoltaik umfasst das energetische Konzept auch eine Wärmepumpe, die mit dem natürlichen Kältemittel R290 (Propan) betrieben wird. Das Global Warming Potential (GWP) liegt dabei bei nur drei Kilogramm CO2. Zudem wurde eine Regenwassernutzungsanlage integriert.
An diesem Beispiel wird deutlich, wie nachhaltige Energielösungen in der Praxis umgesetzt werden können, um den Weg zu einer regenerativen und CO2-neutralen Energieversorgung sowie zu nachhaltiger Mobilität zu ebnen, heißt es in einem Statement der Verantwortlichen.