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KI auch in der Baubranche einsetzen

Die KI-gestützte Software soll schnelle und präzise Energiekonzepte für Gebäude ermöglichen.

Von ABZ

KI-gestützte Energieberechnungs-Software.

Böblingen (ABZ). – Alle reden über KI. Doch wie weit fortgeschritten ist die Baubranche tatsächlich in der Digitalisierung und Integration von KI? Der Fortschritt verläuft bislang eher ernüchternd, glaubt die Digital Building Industries AG.

So scheint es, dass eine KI auf absehbare Zeit nicht in der Lage sein wird, auch nur mittelkomplexe Aufgaben zu übernehmen, sondern sich stark auf die offensichtlichen Anwendungsfälle reduziert: die Informations- und Wissensbeschaffung sowie die Art und Weise wie Menschen mit Maschinen beziehungsweise Computern interagieren.

Dennoch haben Anwendungen wie ChatGPT bereits gezeigt, wie einfach und effektiv diese Interaktion sein kann, heißt es von Unternehmensseite. Im Folgenden wird aufgezeigt, wie die KI-gestützte Energieberechnungs-Software "berta & rudi" unter anderem durch Kommunikation neue Türen öffnet und die Baubranche einen Schritt weiter in Richtung digitaler Transformation bringt, so das Unternehmen.

Von Wärmepumpen und Photovoltaikanlagen über Windkraft und Fernwärme bis hin zu Eisspeichern – die Möglichkeiten der Energieversorgung von Gebäuden sind vielfältig. Gleichzeitig müssen Gebäude regelmäßig gewartet, erweitert oder saniert werden.

Auch der Markt verändert sich demnach ständig: Schwankende Energiepreise, neue Gesetze, Berichtspflichten und Förderungen machten das Thema Energie komplexer denn je.

Oftmals scheiterten Projekte bereits in der Anfangsphase. Fragestellungen, die anfangs simpel wirken, erweisen sich als zeit- und kostenintensiv, wodurch Auftraggeber ihren Fokus und eine klare Zielsetzung verlieren können.

Mit der Webanwendung "berta & rudi", die aktuell für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert ist, soll es nicht nur gelingen, in kurzer Zeit verschiedene Energiekonzepte zu erstellen und direkt auf wechselhafte Marktgegebenheiten zu reagieren, sondern auch ein interaktives Erlebnis zwischen Auftraggeber, Energieexperten und der Anwendung selbst zu schaffen.

Innerhalb weniger Minuten sollen sich erste Ergebnisse durch kundenspezifische Anpassungen verfeinern lassen – etwa durch den Ausschluss bestimmter Energieerzeuger oder die Anpassung von Energiepreisen.

berta soll dabei den Energiebedarf (Wärme, Kälte, Strom, Wasser, E-Mobilität, Prozessgase) von Gebäuden und Liegenschaften jeglicher Art sehr präzise ermitteln können.

Dabei berechnet eine künstliche Intelligenz die stündlich aufgelösten Energiebedarfe für ein gesamtes Jahr. Auf Basis der individuellen Bedarfe berechnet "rudi" das optimale Energiekonzept und kann dabei Szenarien wie volatile Energiepreise abbilden, neue Energiekonzepte mit Speicher berechnen oder Vergleiche mit dem bestehenden System darstellen, betonen die Entwickler.

"berta & rudi" sollen damit eine effiziente und praxisnahe Lösung für die Gestaltung nachhaltiger Energiekonzepte bieten und zeigen, wie der Einsatz von KI die Zusammenarbeit in der Energieplanung deutlich verbessern kann. So wird der Weg für fundierte Entscheidungen geebnet, die sowohl die Qualität der Ergebnisse als auch die Geschwindigkeit der Planungsprozesse deutlich steigern.

Automatisierte Berechnungen sollen es ermöglichen, neue Vorschläge und Konzepte zu generieren und direkt zu vergleichen, ohne lange Nacharbeiten. Änderungswünsche oder neue Informationsständesollen so keine unnötigen Verzögerungen nach sich ziehen. Der Aufwand für die Energieberechnung verkürzt sich mit "berta & rudi" somit von mehreren Wochen auf wenige Tage, versichern die Entwickler. Bereits mit wenigen Eingaben und in nur vier Schritten liefere "berta & rudi" belastbare Energiekonzepte in Varianten.

Wenn "berta & rudi" stellvertretend für die zukünftige Planung steht, betont das Unternehmen, dann bedeutet das einen grundlegenden Wandel in der Art, wie in Zukunft gearbeitet wird. Statt sich in langwierigen Planungsprozessen zu verlieren, rücke die Kommunikation stärker in den Vordergrund.

Das Ziel? Erwartungen und Bedürfnisse schnell zu erfassen, um daraus wertvolle Erkenntnisse zu gewinnen, die zu fundierten Entscheidungen und effizienteren Prozessen führen.

Was ChatGPT für alltägliche Fragen ist, ist laut eigener Einschätzung "berta & rudi" für intelligente Energieberechnungen. Als umfassender (Kommunikations-)Partner für alle Fragen zu Prognosen, Chancen, Risiken und Planungen biete "berta & rudi" eine iterative Prozessschleife aus Eingabe, Ausgabe und Interpretation.

Der große Vorteil soll dabei in der direkten, kollaborativen Erarbeitung der Inhalte liegen.

Der Fokus soll dem Unternehmen zufolge voll und ganz auf der Entwicklung passgenauer Lösungen liegen, anstatt Zeit für die mühsame Aktualisierung von PowerPoint-Präsentationen oder das Erstellen umfangreicher Entscheidungsunterlagen zu verschwenden.

Durch die Nutzung der KI sollen Inhalte dynamisch angepasst und sofort visualisiert werden können, was den Prozess nicht nur schneller, sondern auch flexibler macht.

Dieser Ansatz könnte die Planungsarbeit revolutionieren und sogar Freude bereiten – allerdings nur, wenn man die Rolle eines kompetenten Vermittlers zwischen dem Kunden oder Projektpartner und der KI übernimmt, heißt es seitens des Unternehmens.

Dabei zeige sich ein entscheidender Punkt: Trotz der fortschreitenden Digitalisierung wird fachliche und menschliche Kompetenz nie an Bedeutung verlieren – im Gegenteil. Die Fähigkeit, KI sinnvoll einzusetzen, Ergebnisse zu interpretieren und sie in einen klaren, praxisnahen Kontext zu setzen, wird immer gefragt sein.

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