Winterthur/Schweiz (ABZ). – Ob Büroflächenergänzung oder zusätzliche Räumlichkeiten an einem öffentlichen Gebäude – Städte wachsen und brauchen bauliche Lösungen, die schnell und flexibel realisierbar sind. Darauf verweist der aus Winterthur stammende Raumsystem-Hersteller Condecta.
Modulare Raumsysteme böten aufgrund ihres Baukastenprinzips deutliche Vorteile gegenüber konventionellen Bauweisen wie Holz oder Beton. Neben den gewünschten Eigenschaften – schnell und flexibel – sind sie zugleich ökologisch und ökonomisch. Das rasante Wachstum stellt Städte nämlich vor große Herausforderungen und geht häufig auf Kosten der Infrastruktur.
Gebäude auf herkömmliche Weise zu bauen, entspreche aufgrund ihrer sequentiellen Herangehensweise meist nicht dem geforderten Tempo: Lange Planungsphasen, Umgebungsvorbereitungen, Bau von Fundamenten und Unterkellerungen nehmen nach eigenen Angaben viel Zeit in Anspruch, bevor Wände hochgezogen, Räumlichkeiten ausgebaut und bezugsfertig gemacht werden. Anders ist das bei einer modularen Bauweise, so Condecta.
Sie ist flexibel, kann auf sich ändernde Bedarfe reagieren und lässt sich schnell realisieren. Denn sie setze auf einzelne Stahlmodule, die kombiniert im Baukastenprinzip die gesamte Baukonstruktion ergeben. Weil die Module nämlich vorgefertigt aus der Fabrik angeliefert würden, erfolge die Auslieferung bzw. der Aufbau meist innerhalb weniger Tage. Lange Planungszeiten sollten dann entfallen, Arbeiten finden oft parallel statt. Da sich auch in der Baubranche der Fachkräftemangel zeige, so Condecta, sei es für Bauherren teilweise schwierig geworden, alle Gewerke zur passenden Zeit auf die Baustelle zu bestellen, sodass es häufig zu Zeitverzögerungen komme. Das Erfordernis, diese Gewerke auf der Baustelle miteinander zu synchronisieren, trete bei der modularen Bauweise nicht auf. Alle am Bau der Module beteiligten Handwerker seien in der Fabrik direkt verfügbar. Schraubfundamente ermöglichten hier eine schnelle, flexible und nachhaltige Basis für den Modulbau.
Einen weiteren wichtigen Faktor für die hohe Umsetzungs-Geschwindigkeit modularer Raumsysteme stelle zudem das Fundament dar. Grundsätzlich werde die Fundamentierung parallel zur Modulfertigung realisiert, und generiere dadurch Synergien im Bauprozess. Ganz besonders Schraubfundamente seien eine innovative Lösung, die sich gegenüber klassischen Betonfundamenten vor allem dadurch auszeichneten, dass sie ohne aufwendige Erdarbeiten installiert werden würden.
Neben der Geschwindigkeit würden modulare Raumsysteme ebenso mit ihrer CO2-Bilanz punkten. Generell sei festzustellen, dass die Modulbauweise eine Materialeinsparung von 30 bis 60 % gegenüber der konventionellen Bauweise ermögliche. Die ressourcenschonende Fertigung, der mehrfache Einsatz sowie die Recyclingfähigkeit würden zeigen, dass modulare Raumsysteme ganz im Zeichen einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft funktionierten.
Gleichzeitig entstünden dadurch Effizienzeffekte: Die Entstehungskosten der Modulbauweise würden pro m² um 35 bis 40 % günstiger als beispielsweise der Holz- oder Beton-Bau ausfallen. Gerade bei führenden Anbietern modularer Raumsysteme wie der schweizerischen Condecta werde Nachhaltigkeit somit vom Schlagwort zur gelebten Praxis. Die Verwendung ressourcenschonender Lösungen, die Wiederverwend- und Recyclebarkeit sowie die Umwelteffizienz der Module müssten angesichts klimatischer Herausforderungen im Mittelpunkt stehen. Dafür seien die modularen Bauten so konzipiert, dass sie zentrale Aspekte der Kreislaufwirtschaft erfüllen würden. Auch bei der Bauabwicklung selbst minimieren Anbieter wie Condecta den ökologischen Fußabdruck.
Als zeitlich begrenzt einsetzbare Lösungen sind, so ein Verantwortlicher von Condecta, modulare Raumsysteme für Städte besonders attraktiv. So müssten häufig zum Beispiel Schulen oder öffentliche Gebäude saniert oder brachliegende Flächen für einen gewissen Zeitraum genutzt werden, bis eine langfristige Lösung in der konventionellen Bauweise abgeschlossen sei. Modulare Raumsysteme seien eine optimale Lösung für wachsende Städte.
Außerdem sollen sie in jeglicher Hinsicht flexibel sein – bei ihrer Nutzung, ihrer temporären Verwendung, ihrer Flächenbedarfsanpassung und sogar bei einem Standortwechsel. Die Systeme sind nach Unternehmensangaben schneller realisierbar und durch ihren Ansatz der Kreislaufwirtschaft ökologisch wie auch ökonomisch nachhaltiger als herkömmliche Bauweisen.
Die Schweizer Firma Condecta mit Sitz in Winterthur im Kanton Zürich ist auf der bauma am Stand FS.902/6 anzutreffen.