Dachau (ABZ). – Der Nachhaltigkeitsberater e+k upcycle wurde vom Kfz-Zulieferer Lipsticks GmbH mit einer Machbarkeitsstudie beauftragt. Geprüft werden soll, ob eine bestehende Produktions- und Bürohalle mit rund 2500 m² Bruttogeschossfläche an anderer Stelle wiederaufgebaut werden kann.
Aufgrund des starken Wachstums benötigt das Dachauer Unternehmen zusätzliche Produktions- und Bürofläche. Dabei soll der Ressourcenverbrauch bei der Errichtung einer neuen Halle minimiert werden. Die Studie soll klären, inwiefern es möglich ist, bestehende und am Markt verfügbare Hallen- und Bürostrukturen zu demontieren, zu transportieren und ressourcenschonend an einem neuen Standort neu zu errichten.
"Wir machen einen großen Schritt in Richtung des zirkulären Bauens und lassen ganz im Sinne unseres Firmennamens aus alt etwas Neues entstehen", sagt Jürgen Notz, Geschäftsführer von e+k upcycle.
"Wir gehen davon aus, dass wir mit diesem Ansatz nicht nur CO2-Emissionen, sondern auch Kosten einsparen. Diese Standortverlagerung könnte zu einer Blaupause für den zukünftigen Hallenbau werden."
Die Verlagerung einer bestehenden Halle ist laut Angaben des Unternehmens mit großen Herausforderungen verbunden. Neben der Einhaltung von baulichen Anforderungen, beispielsweise hinsichtlich des Brandschutzes, der Schneelast und der thermischen Hülle, birgt auch die Verfügbarkeit geeigneter Rückbauobjekte und das Timing von Dekonstruktion und Wiederaufbau zusätzliche Komplexität.
"Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit e+k upcycle und zeigen damit, dass die in unserer Unternehmensphilosophie verankerte Nachhaltigkeit für uns nicht nur ein Schlagwort ist", erklärt Moritz Pertramer, Geschäftsführer von Lipsticks GmbH. Das Unternehmen spezialisiert sich auf wiederverwendbare Montagesysteme und Verpackungen für die Automobilindustrie.
Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden im Sommer erwartet. Sollte sich der Ansatz als realisierbar erweisen, könnten weitere Projekte nach dem Prinzip des zirkulären Bauens folgen – ein Schritt für mehr Ressourceneffizienz im Industriebau.